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Sony taumelt in die große Krise

Sony-Chef Kazuo Hirai war als Reformer angetreten, doch bisher kann er das Steuer beim Elektronik-Riesen noch nicht herumreißen. Das vergangene Quartal brache wieder rote Zahlen, das Geschäft mit Fernsehern läuft weiter schwach.

31.10.2013, 17:01 Uhr (Quelle: DPA)
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Sony muss auf dem Weg aus der Krise einen Dämpfer einstecken: Nach einem Quartalsverlust hat der japanische Elektronik-Riese seine Jahresprognose gesenkt. Das Geschäft mit Fernsehern steckt immer noch tief in den roten Zahlen. Und die Filmsparte, die sonst immer half, das Minus auszugleichen, fuhr jetzt selbst einen hohen Verlust ein. Damit steigt der Druck auf den als Reformer angetretenen Konzernchef Kazuo Hirai.

Es läuft nicht rund bei Sony

Sony rechnet jetzt mit einem Gewinn von 30 Milliarden Yen (222 Millionen Euro) in dem bis Ende März laufenden Geschäftsjahr. Noch im August waren 50 Milliarden Yen angekündigt worden. Die Umsatzprognose kappte Sony von 7,9 auf 7,7 Billionen Yen.

In dem Ende September abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal fiel ein Nettoverlust von 19,3 Milliarden Yen an. Schon im Vorjahreszeitraum hatte Sony rote Zahlen von 15,5 Milliarden Yen verbucht. Für das Minus sorgte diesmal vor allem die Filmsparte, die einen operativen Verlust von 17,8 Milliarden Yen verbuchte. Grund seien unter anderem das schwache Abschneiden des Films "White House Down" sowie höhere Kosten für TV-Produktionen gewesen. Für Hirai kommen die Probleme zur Unzeit: Der US-Investor Daniel Loeb fordert die Abspaltung des Unterhaltungsgeschäfts mit der Begründung, dass es im Sony-Konzern nicht gut genug geführt werden.

Zudem konnte Hirai immer noch nicht die Probleme in der Elektronik-Sparte in den Griff bekommen. Der operative Verlust sank zwar im Jahresvergleich von 15,8 auf 12,1 Milliarden Yen. Der Auslöser dafür waren aber vor allem günstigere Wechselkurse. Das Geschäft mit TV-Geräten fuhr ein saftiges Minus von 9,3 Milliarden Yen ein und der Absatz der LCD-Fernseher ging weiter zurück.

(Hayo Lücke)

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