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Sony "SmartWear": "SmartBand" und "Lifelog"-App erfassen das tägliche Leben

Sony hat auf der CES eine neue Produktkategorie vorgestellt. Unter "SmartWear" subsumiert der Konzern ab sofort Gadgets wie das neue "SmartBand". In Verbindung mit der ebenfalls neuen "Lifelog"-App für Android ist das Armband in der Lage, verschiedene Daten des täglichen Lebens zu erfassen und in einer Timeline abzubilden.

09.01.2014, 15:29 Uhr
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Nach schlauen Uhren und Brillen sind nun Armbänder an der Reihe: Auch Sony will in Sachen Tech-Fashion ab sofort verstärkt mitmischen und hat auf der CES in Las Vegas ein erstes Produkt der neuen Kategorie "SmartWear" vorgestellt: Das "SmartBand" soll es seinem Träger ermöglichen, in Interaktion mit der neuen "Lifelog"-App auf einem Android-Smartphone oder -Tablet verschiedene Ereignisse des täglichen Lebens anhand automatisch erfasster Daten festzuhalten und zu speichern. Das in acht Farbkombinationen erhältliche Gadget kann zudem als Fernsteuerung für die Medienwiedergabe dienen und informiert per Vibration über neue Nachrichten oder eingehende Anrufe.

Wechselbare Core-Einheit

"Smart" ist allerdings nicht nur das Armband selbst, sondern vor allem das als "Core" bezeichnete Herzstück – ein wasserdichtes und herausnehmbares Kunststoff-Gerätemodul, das sich künftig auch mit weiteren SmartWear-Accessoires von Sony verwenden lassen soll. Im Inneren verfügt die Kerneinheit unter anderem über einen Akku mit einer maximalen Laufzeit von fünf Tagen, eine LED-Anzeige und einen Beschleunigungssensor. Dieser soll etwa Informationen darüber erfassen, ob der Träger gerade sportlich aktiv sei, mit dem Auto fahre oder schlafe. Auch sei die verknüpfte "Lifelog"-App in der Lage, zu erkennen, wie viele Kalorien durch eine erfasste Bewegung verbrannt werden.

Der Nutzer hat zudem die Möglichkeit, sich für jeden Tag ein sportliches Ziel zu setzen, das er erreichen möchte – beispielsweise eine bestimmte Schrittanzahl – und kann am Abend kontrollieren, ob dies gelungen ist. Sämtliche Daten aus den Bereichen physische Bewegung, soziale Interaktion und Entertainment-Inhalte werden innerhalb der Anwendung in Form einer Timeline erfasst und zeitlich zugeordnet. So ist dort zu sehen, wann welche Fotos mit dem Smartphone gemacht wurden, welche Musik an einem bestimmten Tag lief, ob ein Spiel gestartet wurde oder wie viele Nachrichten mit den eigenen Kontakten hin- und hergingen. Auch eine Wettervorhersage ist in die App integriert. Für "besondere Momente" verfügt das SmartBand über einen "Lesezeichen"-Knopf, mit dem sich damit verbundene Daten gesondert speichern und hervorheben lassen.

Sony hat darüber hinaus eine Schnittstelle veröffentlicht, die es auch externen Apps ermöglichen soll, auf die SmartWear-Produkte zuzugreifen. Für die Zukunft ist es nach Informationen der britischen BBC außerdem angedacht, Daten weiterer Sony-Geräte wie Smart-TVs oder Konsolen wie der PlayStation 4 innerhalb der "Lifelog"-App abzubilden. Auf diese Weise soll ein immer umfassenderes Bild der täglichen Aktivitäten des Nutzers entstehen. Die gewonnenen Daten will der Konzern auch für eigene Zwecke nutzen. Möglichen Datenschutzbedenken soll durch eine vorherige Anonymisierung entgegengetreten werden. Außerdem weise man vor der ersten Anmeldung in der "Lifelog"-App klar darauf hin, welche Daten wie übertragen werden, so das Unternehmen. Dabei bestehe die Möglichkeit, einer Weitergabe zu widersprechen.

(Christian Wolf)

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