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Sony Pictures unter Druck: Anonymous will "The Interview" veröffentlichen

Die ganze Affäre um den Hacker-Angriff auf Sony Pictures wird selbst immer mehr zum Filmstoff. Nun meldeten sich auch noch Aktivisten der Hackergruppe Anonymous per Twitter. Sollte Sony Pictures den umstrittenen Film "The Interview" nicht zeigen, würde Anonymous den Film zugänglich machen.

22.12.2014, 14:33 Uhr
Internet© arquiplay77 / Fotolia.com

Viel Wirbel um den Hollywood-Film "The Interview". Nach einem Hacker-Angriff auf Sony Pictures und der Drohung Kinos zu sprengen, wenn der Film dort gezeigt werde, hatte das Filmstudio den zu Weihnachten geplanten Kinostart abgesagt. Sony Pictures wollte den Film nach ersten Ankündigungen auch nicht auf DVD oder per Internet-Stream anbieten. Zuletzt rückte das Studio aber von solchen Plänen ab und wollte eventuell eine alternative Möglichkeit finden, den Film zu zeigen. Druck kommt nun laut eines Berichts der Zeitung "Der Standard" zudem zusätzlich von Aktivisten der Hackergruppe Anonymous, die per Twitter drohen, den Film selbst zu veröffentlichen.

Anonymous hatte Server von Sony Pictures schon früher geknackt

Die Hacker behaupten, bereits "schon lange vor Nordkorea" in die Systeme von Sony Pictures eingedrungen zu sein. Die Aktivisten, die sich selbst als neutral in der Hacker-Affäre bezeichnen, hatten auf eine Verbesserung der IT-Sicherheit des Filmstudios gehofft, doch sie seien enttäuscht worden. Zudem sei es peinlich, dass ein Milliardenkonzern wie Sony so leicht einknicke. Anonymous wolle erreichen, dass alle den Film "The Interview" sehen könnten.

Was ist dran an den Anonymous-Drohungen? Die Tweets wurden laut "Standard" über den bereits seit Jahren genutzten Twitter-Account von Anonymous verbreitet. Inzwischen sei dieser Account allerdings gesperrt.

(Jörg Schamberg)

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