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Sony leidet massiv unter Erdbebenkatastrophe

Tsunami in Japan, Datenklau und kein Ende: Der erfolgsverwöhnte Sony-Konzern macht harte Zeiten durch. Auch finanziell: 2,3 Milliarden Euro fehlen in der Kasse.

23.05.2011, 14:34 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© Daniel Fleck / Fotolia.com

Die verheerende Erdbebenkatastrophe hat Sony einen Milliardenverlust eingebracht. Für das Ende März abgeschlossene Geschäftsjahr rechne man mit einem Minus von umgerechnet 2,3 Milliarden Euro (260 Milliarden Yen), teilte der Elektronikriese am Montag mit. Im Februar war das Unternehmen noch von einem Gewinn in Höhe von 70 Milliarden Yen (rund 605 Millionen Euro) ausgegangen.

11-Milliarden-Euro-Rechnung erwartet

Die Erdbebenkatastrophe und den Tsunami hatte Sony stark zu spüren bekommen, mehrere Fabriken im Nordosten des Landes wurden teilweise zerstört. Allein für Reparaturen, Umzüge und Aufräumarbeiten rechnet Sony mit Kosten von 11 Milliarden Yen, die Auswirkungen der Katastrophe auf den Umsatz beziffert das Unternehmen mit 22 Milliarden Yen.

Zuletzt hatte der japanische Elektronikkonzern auch mit einem spektakulären Datendiebstahl und mehreren Datenpannen zu kämpfen. Unbekannte Kriminelle hatten Daten von mehr als 100 Millionen Nutzern von Sonys Spielenetzwerken gestohlen. Beobachter schätzen den daraus entstandenen Schaden und die Folgen auf noch einmal rund 1,2 Milliarden Dollar.

(Dorothee Monreal)

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