News

Sony-Hacker wollen Kinos sprengen

Den Hackern des Filmstudios Sony Pictures ging es nicht um noch unveröffentlichte Filme oder einen Protest gegen das Urheberrecht. Sie sympathisieren offenbar mit Nordkorea und wollen eine Komödie über Diktator Kim Jong-Un verhindern. Jetzt drohen sie Kinobesuchern mit Anschlägen.

17.12.2014, 10:44 Uhr
Internet© Victoria / Fotolia.com

Den Hackern des Filmstudios Sony Pictures ging es nicht um noch unveröffentlichte Filme oder einen Protest gegen das Urheberrecht. Sie sympathisieren offenbar mit Nordkorea und wollen eine Komödie über Diktator Kim Jong-Un verhindern. Jetzt drohen sie Kinobesuchern mit Anschlägen.

Fiktiver Anschlag auf Diktator Kim

In "Das Interview" spielen Seth Rogen und James Franco zwei Attentäter, die als Journalisten getarnt den Machthaber Kim Jong-Un im Auftrag der CIA töten sollen. Es handelt sich dabei um eine fiktive Geschichte.

Die Gruppe Guardians of Peace (GOP, Wächter des Friedens) hat über Pastepin gedroht, Anschläge auf Kinos zu verüben, die den Film "Das Interview" zeigen (Quelle: fusion.net). Ausdrücklich erwähnt wurde die Premierenveranstaltung.

Ausmaße vom 11. September?

Bewohner angrenzender Gebäude sollten sich in Sicherheit bringen. Man solle sich an die Anschläge vom 11. September 2001 erinnern. Der Deutschlandstart des Films ist für den 5. Februar 2015 geplant.

Es handelt sich bei den Verfassern der Bombendrohung offenbar um dieselbe Gruppe, die am 24. November Sony Pictures gehackt hat. Das amerikanische Außenministerium leitet aus der Drohung allerdings keine Gefahr ab. Den Kinos wurde von Sony freigestellt, ob sie den Film zeigen wollen.

(Peter Giesecke)

Kommentieren Forum
Zum Seitenanfang