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Sony Ericsson schließt mit roten Zahlen

Der schwedisch-japanische Handy-Konzern hat die Geschäftszahlen für das vierte Quartal vergangenen Jahres veröffentlicht: Der Nettoverlust liegt bei 207 Millionen Euro.

19.01.2012, 09:31 Uhr (Quelle: DPA)
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Sony und Ericsson schließen ihre Handy-Zusammenarbeit nach zehn Jahren mit roten Zahlen ab. Das japanisch-schwedische Gemeinschaftsunternehmen ist im vierten Quartal 2011 mit einem Nettoverlust von 207 Millionen Euro in die Verlustzone gerutscht, wie Sony Ericsson am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 1,5 auf 1,3 Milliarden Euro.

"Harte Konkurrenz"

Zu Beginn des vierten Quartals hatten die Partner die Übernahme aller Ericsson-Anteile durch Sony bis Februar bekanntgegeben. Für den gesamten Jahresverlauf 2011 müssen sich beide Unternehmen einen Verlust von 247 Millionen Euro teilen. Konzernchef Bert Nordberg nannte "harte Konkurrenz, schlechte wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Auswirkungen der Naturkatastrophe in Thailand" als Ursachen für das schlechte vierte Quartal.

Sein Unternehmen konnte in diesen drei Monaten nur noch neun Millionen Handys absetzen. Das war ein Fünftel weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank um 16 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro.

Nach eigenen Angaben hatte Sony Ericsson zum Jahresende weltweit einen Marktanteil von zehn Prozent bei Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android. Für 2012 erwarte man weiter "kräftiges Wachstum" auf diesem Markt, hieß es. Die komplette Übernahme des Joint Ventures durch Sony soll bis Ende Januar oder Anfang Februar abgeschlossen sein. Ericsson reagierte auf den unerwartet hohen Verlust der bisherigen Tochter mit einer Gewinnwarnung.

(Saskia Brintrup)

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