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Sony Ericsson geht düsteren Zeiten entgegen

Ein Absatzeinbruch zu Jahresbeginn drückt den Handy-Hersteller Sony Ericsson noch tiefer in die roten Zahlen. Fast eine halbe Milliarde Euro Verlust werden prognostiziert.

20.03.2009, 12:01 Uhr (Quelle: DPA)
SMS© TristanBM / Fotolia.com

2009 wird mit Sicherheit kein Glanzjahr in der Firmengeschichte von Sony Ericsson werden. Der japanisch-schwedische Mobilfunkkonzern wird von schweren Verlusten gebeutelt und schaut pessimistisch in das laufende Jahr.
Handyabsatz bricht massiv ein
Für das noch bis Ende des Monats laufende Auftaktquartal rechnet Sony Ericsson mit einem Vorsteuerverlust von insgesamt 350 bis 410 Millionen Euro inklusive Restrukturierungskosten. Voraussichtlich werden nur noch 14 Millionen Mobiltelefone abgesetzt - vor einem Jahr waren es noch mehr als 22 Millionen gewesen. Die Verbraucher hielten sich weiter mit Käufen zurück und auch die Händler bauten erst einmal ihre Lagerbestände ab, berichtete das Gemeinschaftsunternehmen des japanischen Elektronikkonzerns Sony und des schwedischen Telekomausrüsters Ericsson am Freitag in London.
Sparprogramm soll wieder schwarze Zahlen bringen
Bereits im Schlussquartal des vergangenen Jahres war der Absatz trotz Weihnachtsgeschäft um ein Fünftel zurückgegangen; der Vorsteuerverlust summierte sich auf 261 Millionen Euro. Mit einem Sparprogramm im Volumen von knapp einer halbe Milliarde Euro kämpft Sony Ericsson nun gegen die Flaute an. So will Unternehmens-Chef Dick Komiyama im Gesamtjahr doch noch schwarze Zahlen schreiben. Er hatte bereits gewarnt, dass insbesondere die erste Jahreshälfte aber noch schwer werde.
Einziger Lichtblick momentan: Sony Ericsson erwartet, dass der durchschnittliche Verkaufspreis je Handy mit 120 Euro im Auftaktquartal nahezu stabil bleibt. Das Unternehmen legt am 17. April endgültige Zahlen vor.

(Christian Wolf)

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