Nach Kritik

Sonos: Ältere Lautsprecher erhalten weiterhin Sicherheits-Updates

Der Lautsprecher-Hersteller Sonos rudert nach heftiger Kritik an neuen Update-Regelungen zurück. Nun will das Unternehmen auch für ältere Geräte weiterhin Sicherheitsaktualisierungen bereitstellen.

Jörg Schamberg, 24.01.2020, 09:44 Uhr (Quelle: DPA)
Sonos Play:1Der Lautsprecher Sonos Play:1 gilt für den Hersteller als "modernes" Gerät und erhält weiterhin alle Updates.© Sonos Inc.

Der Lautsprecher-Spezialist Sonos kommt Nutzern nach der massiven Kritik am Ende der Software-Updates für einige ältere Geräte entgegen. So sollen auch sie weiterhin mit für die Sicherheit relevanten Aktualisierungen versorgt werden, wie Firmenchef Patrick Spence in einem Blogeintrag am späten Donnerstagabend ankündigte. Außerdem wolle Sonos eine Möglichkeit finden, innerhalb eines Systems die betroffenen alten Geräte und modernere Technik mit frischerer Software zu betreiben.

Sonos will weiterhin ältere Geräte ab Mai von Software-Updates ausschließen

Damit adressiert Sonos einen der größten Kritikpunkte: Gemäß der ursprünglichen Ankündigung kann ab Mai das gesamte System in einem Haushalt nicht mehr auf neue Software-Versionen aktualisiert werden, wenn in ihm auch nur ein nicht mehr unterstütztes Gerät aktiv ist. Sonos erklärte das mit der Notwendigkeit, alle Geräte auf einer Version des Betriebssystems zu halten.

Zugleich hält Sonos an dem Plan fest, im Mai erstmals ältere Geräte von Software-Updates ausschließen. Als einziger Lautsprecher ist das Modell Play:5 der von 2009 bis 2015 verkauften ersten Generation betroffen. Größtenteils geht es um Geräte zum Netzwerk-Aufbau wie Connect und Bridge, die vor mehr als zehn Jahren auf den Markt kamen.

Ältere Lautsprecher technisch am Limit

Sonos erklärte zur Begründung, die älteren Produkte seien beim Umgang mit moderner Software bereits am Limit, was Speicher- und Rechenleistung betrifft. Die betroffenen Geräte sollen aber mit der bisherigen Software bis auf Weiteres funktionieren, bekräftigte Spence. Sonos hatte allerdings bei der ursprünglichen Ankündigung am Dienstag gewarnt, dass mit der Zeit möglicherweise Probleme im Zusammenspiel etwa mit Apps von Streamingdiensten entstehen könnten, die permanent erneuert werden.

Sonos bot bisher Software-Aktualisierungen selbst für seine ältesten Geräte an - was sehr ungewöhnlich für die Tech-Branche ist.

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