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Songbeat: Musik am Rande der Legalität

Mit dem neuen Songbeat Player kann kostenlos die Wunschmusik im Internet gesucht, angehört und heruntergeladen werden. Das fortgeschrittene Tool ist der Musikindustrie ein Dorn im Auge.

28.01.2009, 12:10 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Das Berliner Unternehmen Songbeat bietet eine praktische Software an, mit der schnell und einfach Musik im Internet gesucht, angehört, aufgenommen und auch heruntergeladen werden kann. Die Musikindustrie ist darüber nicht erfreut.
Downloads eingeschränkt legal
Der aktuelle Songbeat Player kann kostenlos heruntergeladen werden und ist schnell installiert. Mit dem Tool lässt sich nach Songs und Interpreten suchen, ein Titel direkt online abspielen oder auch auf die Festplatte laden. Der Player nutzt spezielle Musiksuchmaschinen wie SeeqPod, Project Playlist, SpoolFM oder Tagoo.ru um Musik im Internet zu finden. Wie bei anderen Suchangeboten im Web wird dabei nicht auf die Festplatte der User zugegriffen, sondern die frei im Internet verfügbaren Musikdateien werden aufgelistet. Songbeat ist also keine Peer-2-Peer-Plattform, die illegales Filesharing nutzt. Der Download von 25 Dateien ist kostenlos - wer einmalig 19,99 Euro zahlt, kann den Player ohne Limit nutzen.
Allerdings könnten die gefundenen Musikstücke urheberrechtlich geschützt und somit deren Weitergabe untersagt sein. Dies wird dem Nutzer von Songbeat beim Programmstart auch noch einmal eindeutig (auf Englisch) erklärt. Ein Songbeat-Nutzer sei demnach selbst dafür verantwortlich, nur solche Titel anzuhören oder herunterzuladen, die vom Urheber für Streaming oder Download freigegeben wurden. Die Musikindustrie behauptet daher auch, dass die Software ohne illegale Quellen nutzlos wäre.
Zahlreiche weitere Funktionen
In den Player ist zudem das Online-Radio Last.fm integriert. Unter dem Menüpunkt "Station" kann der Stream eines bestimmten Künstlers gehört und auch mitgeschnitten werden. Dabei erkennt das Programm Anfang und Ende eines Tracks und versieht die entsprechende Audiodatei mit ID3-Tags. Mit der Funktion "Mixtape" kann der User aus verschiedenen Genres oder Interpretenlisten seine Favoriten auswählen und mit einem Klick eine Zusammenstellung verschiedener Titel herunterladen.
Zudem wurde in der neuen Version die Darstellung der Suchergebnisse verbessert, die sich nun gruppieren und filtern lassen. Und dank der "Library"-Funktion können alle heruntergeladenen Titel verwaltet und direkt auf CD gebrannt werden. Per Mausklick ist die Musiksammlung auch in iTunes, Winamp oder den Windows Media Player übertragbar. Leider sind die Abspielfunktionen des Songbeat Players nicht überarbeitet worden. So gibt es keine Möglichkeit Vorzuspulen oder einen Titel wiederholt zu hören. Auch die Klangeinstellungen lassen sich nicht verändern.
Dafür soll bei Songbeat besonders auf Sicherheit und Datenschutz geachtet werden. Ein Schutzsystem vor Viren, Trojanern oder auch Adware sei fester Bestandteil des Players. Außerdem könne der aufkommende Datenverkehr von Dritten nicht mitgelesen werden - um so vor Hackern zu schützen.

(Michael Posdziech)

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