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Software soll Flugzeugentführungen verhindern

Das "Notfallvermeidungssystem" soll selbsttätig die Kontrolle an Bord übernehmen, wenn eine audiovisuelle Überwachung wegen einer Entführung oder des Ausfalls von Piloten automatisch Alarm gibt.

22.07.2006, 13:38 Uhr
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Eine Passagiermaschine zu kapern und umzuleiten könnte künftig unmöglich werden: Nach einem Bericht des "Spiegel" arbeiten rund 30 europäische Firmen und Institute an einer Software, die führerlose Flugzeuge vom Boden aus steuert und unerwünschte Richtungsänderungen verhindert.
Das "Notfallvermeidungssystem" solle selbsttätig die Kontrolle an Bord übernehmen, wenn eine audiovisuelle Überwachung wegen einer Entführung oder des Ausfalls von Piloten automatisch Alarm gibt.
Auch Computer-Hacker an Bord hätten keine Chance. Die Maschinen sollen ausschließlich extern lenkbar sein und den nächsten geeigneten Landeplatz anfliegen. Die neue Technik würde demnach auch die Debatte um den Abschuss gekidnappter Flugzeuge überflüssig machen.
Schon bald Ergebnisse
Laut "Spiegel" arbeiten unter anderem Airbus, Siemens und die TU München an dem Entwicklungsprogramm namens Safee. Das Projekt kostet 36 Millionen Euro und wird von Brüssel mit 19,5 Millionen Euro gefördert. Erste Ergebnisse sollen im Oktober in Großbritannien vorgestellt werden.

(Hayo Lücke)

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