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Software-Piraten prellten 40.000 Windows-Kunden

Gemeinsam waren sie stark: Die deutsche und die tschechische Polizeihaben mehrere Tausend Raubkopien des Microsoft-Betriebssystems Windows XP sichergestellt und verhafteten vier Personen. Sie sollen die Kopien als Originale verkauft haben - im Internet.

30.03.2010, 16:46 Uhr
Internetnutzung© adam36 / Fotolia.com

Tschechische und deutsche Polizisten haben mehrere Tausend Raubkopien des Microsoft-Betriebssystems Windows XP aus dem Verkehr gezogen. Die Kriminalpolizei Görlitz durchsuchte gemeinsam mit der Kripo Sachsen und Brandenburg und tschechischen Kollegen 14 Objekte im In- und Ausland.

5 Millionen Euro Schaden

Nach Auskunft von Microsoft wurden vier mutmaßliche Raubkopierer festgenommen: Sie müssen sich nun für den organisierten Vertrieb der Windows-Raubkopien vor Gericht verantworten. Über wechselnde "Strohmänner" gelangten die Fälschungen auf Internet-Handelsseiten und wanderten so in die Computer der Endkunden. Wie Microsoft mitteilt, wurden mehr als 40.000 Käufer betrogen. Die Softwareschmiede schätzt den Schaden auf fünf Millionen Euro.

Verdacht schöpfte der Konzern schon seit eineinhalb Jahren: Zu diesem Zeitpunkt registrierte der Produktidentifikationsservice (PID-Service) auffällig viele Fälschungen von Windows XP-Sicherungskopien. Der Dienst prüft Microsoft-Produkte auf Anfrage von Kunden und Fachhändlern auf Echtheit.

Achtung Raubkopie!

Damit Kunden nicht unversehens eine Raubkopie statt eines lizensierten Betriebssystems in den Händen halten, rät Microsoft, folgende Punkte vor dem Kaufabschluss zu beachten:

  • Handelt es sich bei dem Verkäufer um einen seriösen Händler?
  • Gibt es ein Echtheitszertifikat (Certificate of Authenticity, COA)?
  • Ist ein Wiederherstellungsmedium enthalten?
  • Wie hochwertig sind Verpackung und Dokumentation?
  • Lässt sich die gekaufte Software nach dem Kauf registrieren und aktivieren?
  • Ist der Kaufpreis realistisch?  

Informationen über Softwarepiraterie nimmt Microsoft unter piracy@microsoft.com entgegen sowie die Business Software Alliance (BSA) unter der kostenfreien Hotline 08000 999 992.

(Dorothee Monreal)

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