"Prime Wardrobe"

So will Amazon den Kleiderkauf bequemer machen

Der Online-Händler Amazon will den Kleiderkauf in Zukunft deutlich vereinfachen. Der neue Service "Prime Wardrobe" steht zunächst allerdings nur für US-Kunden zur Verfügung.

Marcel Petritz, 21.06.2017, 12:45 Uhr (Quelle: DPA)
Amazon © Amazon.com, Inc.

Seattle - Amazon liefert US-Kunden künftig Kleidung zur Anprobe nach Hause und setzt damit Mode-Händler massiv unter Druck. Der Service "Prime Wardrobe" liefert ab einer Auswahl von drei Artikeln die Ware kostenlos an die Haustür, wie der weltgrößte Online-Händler mitteilte.

Kostenfreie Abholung

Kunden haben dann die Möglichkeit die Kleidung sieben Tage lang anzuprobieren, bezahlt wird nur was sie behalten. Die anderen Artikel werden wieder kostenfrei zu Hause abgeholt. Beim Kauf mehrerer Kleidungsstücke lockt Amazon noch mit Rabatten.

Angriff auf Textil-Markt

Erst in der vergangenen Woche hatte der Handelsgigant mit der Übernahme der Bio-Kette Whole Foods für viel Unruhe in der Lebensmittelbranche gesorgt. Mit dem jetzigen Vorstoß greift Amazon den Textil-Markt frontal an. Der Aktienkurs des Online-Modehändlers Zalando ging nach dem gestrigen Rekordhoch und den anschließenden Gewinnmitnahmen am Mittwoch um weitere 3,36 Prozent bergab.

"Prime Wardrobe" startete zunächst als Beta-Version den USA. Ob der Service auch nach Deutschland kommt, blieb zunächst unklar.

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