Telefon und Internet

So hilft die Schlichtungsstelle der Bundesnetzagentur

Bei Ärger mit dem Internet- oder Telefonanbieter kann die Schlichtungsstelle der Bundesnetzagentur Verbrauchern helfen. Sie soll als neutrale Partei vermitteln und bemüht sich um eine außergerichtliche Einigung.

Melanie Zecher, 31.01.2020, 14:52 Uhr (Quelle: DPA)
Bundesnetzagentur © Bundesnetzagentur

Die Mitnahme der Handynummer zum neuen Anbieter scheitert wieder und wieder. Das Festnetz ist seit Tagen tot. Oder der Anbieter besteht darauf, dass eine aberwitzige Rechnung beglichen wird. Was tun?

Mobilfunk- und Festnetzkunden können in Streitfällen mit ihrem Anbieter eine kostenlose Schlichtung durch die Bundesnetzagentur in Anspruch nehmen. Dazu bietet die Behörde eine eigene Schlichtungsstelle.

Was ist die Aufgabe der Schlichtungsstelle?

Sie soll als neutrale Instanz zwischen beiden Parteien vermitteln - mit dem Ziel, eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung zu erreichen, wie die Bundesnetzagentur mitteilt.

Im Jahr 2019 seien 1.695 Schlichtungsanträge gestellt worden, etwas weniger als 2018 mit 1.828 Anträgen. Den Angaben zufolge wurde 2019 in 550 Fällen eine Übereinkunft zwischen Unternehmen und Verbraucher erreicht, in 665 Fällen allerdings nicht. 480 Anträge seien unzulässig gewesen, weil die Voraussetzungen zum Einleiten eines Verfahrens nicht gegeben waren.

Wann kann die Schlichtungsstelle helfen?

Schlichten kann die Agentur etwa bei strittigen Telefon- und Handyrechnungen, nicht eingehaltenen vertraglichen Leistungen, gesperrten Anschlüssen und Problemen beim Anbieterwechsel oder der Rufnummernmitnahme. Ziel ist es, eine gütliche Einigung ohne Gerichtsverfahren herbeizuführen.

Wichtig zu wissen: Die Schlichtung ist für beide Parteien freiwillig. Das Verfahren kann auf Wunsch einer oder beider Parteien jederzeit beendet werden. Und: Das Ergebnis der Schlichtung ist nicht verbindlich. Den Parteien steht auch nach Abschluss des Verfahrens der Rechtsweg vor den Gerichten offen.

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