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Snowden: Anschlag auf Boston Marathon zeigt Grenzen von Überwachung

FBI und CIA hatten den mutmaßlichen Bombenleger beim Marathon in Boston schon länger im Visier, haben aber keine Terrorgefahr festgestellt. Edward Snowden sieht dies als Beispiel für die Grenzen von massenhafter Überwachung.

24.10.2014, 00:01 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© Victoria / Fotolia.com

Der Terroranschlag auf den Marathon in Boston sind nach Ansicht des ehemaligen Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden ein Beispiel für die Grenzen von massenhafter Überwachung. "Die Realität ist, dass wir wussten, wer diese Typen sind und mit wem sie verkehren", sagte Snowden in einem Video-Interview mit Jura-Professor Lawrence Lessig von der Harvard-Universität.

Hinweise falsch eingeschätzt

"Aber wir haben es nicht weiter verfolgt oder diese Jungs beobachtet", sagte er in dem Gespräch am Montag laut einem Bericht des "Boston Globe" (Dienstag). In der Tat sollen die Bundespolizei FBI und der Geheimdienst CIA den getöteten mutmaßlichen Bombenleger Tamerlan Zarnajew lange vor dem Anschlag im Visier gehabt, aber keine Terrorgefahr festgestellt haben. Bis heute steht der Vorwurf im Raum, ob frühere Hinweise des russischen Geheimdienstes von US-Behörden falsch eingeschätzt wurden. Bei dem Terroranschlag im April 2013 wurden drei Menschen getötet und 264 verletzt.

Der nach seinen Enthüllungen über weltweite Spähprogramme der NSA in Russland gestrandete Informant hält sich dort seit mehr als einem Jahr auf.

(Marcel Petritz)

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