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Snowden warnt Neuseeländer vor Überwachung durch NSA

Nach Angaben des Ex-NSA-Mitarbeiters Edward Snowden überwacht die NSA regelmäßig die Kommunikation von Neuseeländern. Snowden unterstützt damit offen den Wahlkampf von Kim Dotcoms Internet-Partei. Am 20. September wird in Neuseeland ein neues Parlament gewählt.

16.09.2014, 08:01 Uhr (Quelle: DPA)
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Der ehemalige amerikanische Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden hat die Neuseeländer vor der Überwachung durch die USA gewarnt. "Wenn Sie in Neuseeland leben, werden sie beobachtet", schrieb Snowden am Montag in einem Artikel auf der Webseite "The Intercept". Der neuseeländische Premierminister John Key habe die Bevölkerung in die Irre geführt, behauptete Snowden. Am 20. September findet in Neuseeland die Parlamentswahl statt.

NSA soll Neuseeländer regelmäßig überwachen

Snowden griff nun im Wahlkampf dem exzentrischen Internet-Unternehmer Kim Dotcom unter die Arme. Per Video wurde Snowden zu einer Veranstaltung der Internet-Partei zugeschaltet. Die Partei wurde von dem in Deutschland geborenen Unternehmer Dotcom gegründet.

Snowden sagte, in seiner Arbeit bei der NSA habe er regelmäßig abgefangene Kommunikation von Neuseeländern gesehen. Auch der neuseeländische Geheimdienst GCSB (Government Communications Security Bureau) könne Webseiten, SMS, Anrufe und Online-Einkäufe überwachen.

Neuseelands Premierminister: Geheimdienst sammelt keine Verbindungsdaten

Key bezeichnete die Vorwürfe als falsch. Die Regierung habe lediglich darüber nachgedacht, Informationen zur Abwehr von Cyber-Angriffen zu sammeln. Diese Vorschläge seien jedoch nicht umgesetzt worden. Der Geheimdienst GCSB sammele keine Verbindungsdaten über Neuseeländer.

(Jörg Schamberg)

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