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Snoog mobile - Neuer Discounter mit Gratis-ICQ

Der ehemalige Chef von o2, Rudolf Gröger, startet mit einem eigenen Billigangebot durch. Snoog mobile bietet die Möglichkeit, kostenlos ICQ-Nachrichten auf dem Handy zu verschicken und zu empfangen.

15.10.2009, 09:28 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Rudolf Gröger, der ehemalige Chef des Mobilfunk-Netzbetreibers o2, ist wieder da. Nach seinem Abstecher zum gescheiterten Handy-TV-Anbieter Mobile 3.0 hat der charismatische Münchner einen neuen Anlauf im Geschäft mit Handytarifen gewagt. Zusammen mit seinem Partner Alex Röder hat er den Mobilfunk-Discounter snoog mobile gegründet, der unter www.snoogmobile.com eine junge Zielgruppe im Alter zwischen 16 und 24 Jahren mit der Möglichkeit locken soll, kostenlos ICQ-Nachrichten über das Handy-Display zu versenden und zu empfangen.
Minutenpreise vergleichsweise hoch
Snoog mobile verzichtet wie alle klassischen Billiganbieter auf eine monatliche Grundgebühr, einen Mindestumsatz und eine lange Vertragslaufzeit. Stattdessen werden alle Gespräche im Prepaid-Verfahren abgerechnet. Alle Sprach-Verbindungen werden rund um die Uhr im Minutentakt abgerechnet und kosten zwischen snoog-mobile-Kunden fünf Cent pro Minute. Anbieterexterne Gespräche und Verbindungen in das deutsche Festnetz sind für 15 Cent pro Minute möglich. Das gilt auch für Verbindungen zur eigenen Mailbox. Teuer wird es bei Gesprächen ins Ausland, die je nach Tageszeit und Ziel zwischen 71 Cent und 1,94 Euro pro Minute kosten.
Ebenfalls nicht gerade ein Schnäppchen sind SMS. Sie kosten innerhalb Deutschlands 15 Cent, wer eine internationale Kurzmitteilung versenden will, muss sogar 30 Cent bezahlen. Eine MMS zu einem deutschen Handy wird mit 35 Cent abgerechnet, internationale Multimedia-Nachrichten gehen für 79 Cent auf die Reise. Das mobile Internet auf dem Handydisplay kostet 39 Cent pro Megabyte - bei Abrechnung in Zehn-Kilobyte-Schritten inklusive UMTS-Verfügbarkeit. Als Highlight können Nutzer einer SIM-Karte von snoog-mobile kostenlos ICQ-Mitteilungen versenden. Es entstehen keine Kosten für den Download der Applikation auf das Handy und auch der Datenverkehr wird nicht extra berechnet. Auch ein Nachrichten-Limit gibt es nicht. Eine Liste der unterstützten Handys ist auf der snoog-mobile-Homepage zu finden.
Werbung - Ein unabdingbarer Bestandteil des Tarifs
Finanziert wird dieser Gratis-Dienst durch eine Kooperation mit Werbepartnern, die an snoog-mobile-Nutzer SMS und MMS schicken werden oder Werbebanner in der ICQ-Applikation schalten. Dahinter können sich zum Beispiel exklusive Konzerttickets, Rabatt-Angebote, Einladungen zu Events oder Gewinnspiele verstecken. Zu Beginn werden es nur wenige Werbebotschaften sein, heißt es seitens der Betreiber. Mehr als drei bis fünf Nachrichten pro Tag sollen aber auch im Endstadium nicht verschickt werden. Die Werbung soll sich an den Interessen der Kunden orientieren, die in einem persönlichen Online-Profil hinterlegt und jederzeit aktualisiert werden können. Snoog mobile kommuniziert recht offen, dass die Werbebotschaften ein fester Bestandteil des Tarifs sind. Wer keine Werbung auf dem Handy-Display will, sollte einen anderen Anbieter nutzen.
Startpakete sind ab sofort unter www.snoogmobile.com für 15 Euro inklusive fünf Euro Startguthaben erhältlich. Als Netzpartner tritt Vodafone in Erscheinung und es ist auf Wunsch möglich, eine bestehende Mobilfunk-Rufnummer zu portieren. Verbindungen zu 0900-Nummern sind standardmäßig blockiert.

(Hayo Lücke)

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