Security

Snapchat gehackt: 4,6 Millionen Datensätze veröffentlicht

Unter SnapchatDB.info wurden ein SQL-Dump und eine CSV-Datei online gestellt. Veröffentlicht wurden 4,6 Millionen Nutzernamen und die dazugehörigen Telefonnummern, wobei jedoch die letzten beiden Ziffern unkenntlich gemacht wurden.

02.01.2014, 12:20 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Guter Hacker oder böser Hacker? Am Heiligabend hatte Gibson Security Sicherheitslücken beim populären Dienst Snapchat aufgedeckt. Die Reaktion des mobilen Foto-Chats war allerdings nur halbherzig und wenig effektiv: Hacker demonstrierten, dass sie auch eine Woche später noch an die Nutzerdaten herankommen können, und veröffentlichten diese.

Sicherheitslücke war bekannt

Unter SnapchatDB.info waren ein SQL-Dump und eine CSV-Datei zu finden. Veröffentlicht wurden 4,6 Millionen Nutzernamen und die dazugehörigen Telefonnummern, wobei jedoch die letzten beiden Ziffern unkenntlich gemacht wurden. Mittlerweile ist die Website nicht mehr zu erreichen, da der Hoster sie vom Netz genommen hat. Die Hacker sollen Interessenten sogar die unzensierten Daten angeboten haben, aber vielleicht waren sie auch nur ihrerseits daran interessiert, wer sich meldet.

Die Brisanz dieses Hacks liegt nicht nur darin, dass ein populärer Dienst es zwar schafft, schnell viele Nutzer zu gewinnen, aber nicht in der Lage ist, deren Daten sicher zu speichern. Da viele Nutzer auch den gleichen Namen bei mehreren Diesten nutzen, ließen sich mit den Informationen von Snapchat auch Datensätze von Diensten um die Handynutzer ergänzen, wo die Nutzer die Handynummer bewusst nicht hinterlegt haben – zum Beispiel bei Facebook.

Das eigene Snapchat-Konto betroffen?

Gibson Security bietet unter lookup.gibsonsec.org eine Möglichkeit herauszufinden, ob der eigene Snapchat-Account vom Hack betroffen war. Anscheinend wurden nur Daten von Nutzern aus den USA und aus Kanada veröffentlicht, aber nicht alle.

(Peter Giesecke)

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