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SMS als Kündigungsmittel

Uni in Bangladesch entlässt Dozenten über eine kleine Kurzmitteilung. Post wäre zu langsam gewesen, heißt es.

12.09.2005, 12:24 Uhr
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Die unguten Seiten der modernen Kommunikationsmittel hat ein Dozent in Bangladesch erleben müssen: Er bekam seine Kündigung per SMS.
Auf dem Handy des Wirtschaftswissenschaftlers Gazi Saiful Islam erschien die Kurzmitteilung seines Pioneer Colleges in Dhaka, dass er vom Dienst suspendiert worden sei und die Universität nicht mehr betreten dürfe, wie er erbost berichtete: "Das Verfahren für Entlassungen ist genau vorgeschrieben. Eine derart schwerwiegende Entscheidung kann dem Betroffenen doch nicht einfach per SMS übermittelt werden", empörte sich der Dozent.
Snail-Mail keine Alternative
College-Direktor Khanadakar Mushtaq Ali verteidigte seinen ungewöhnlichen Schritt. Es habe einige schwerwiegende Vorwürfe gegen den Dozenten vorgelegen, unter anderem die Belästigung von Studentinnen. Er sei vom Aufsichtsgremium aufgefordert worden, die Kündigung so schnell wie möglich zu übermitteln - die Zustellung eines förmlichen Entlassungsschreibens per Post hätte zu lange gedauert.

(Hayo Lücke)

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