News

Smartwatch LG Kizon: Kinder-Tracker hilft besorgten Eltern

Wo bist du, was machst du - besorgte Eltern können ihre Kinder vielleicht bald per Smartwatch überwachen. "Kizon" heißen die Aufpasser-Armbänder, die zunächst in Südkorea erscheinen - und vielleicht auch bald nach Deutschland kommen.

09.07.2014, 17:26 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Eine ausziehbare Hundeleine sähe an Kindern schon seltsam aus. Die Mobilfunkversion davon ist schon viel eleganter: Der Elektronikkonzern LG Electronics hat die Smartwatch "Kizon" entwickelt. Das elektronische Armband wendet sich an besorgte Eltern von Kindern im Vorschulalter und soll helfen, den aktuellen Aufenthaltsort der Kinder zu verfolgen. Am 10. Juli soll die Uhr in Südkorea erscheinen.

LG: Akku hält 36 Stunden

Im Gegensatz zu Smartwatches für Erwachsene ist der elektronische Babysitter funktionell reduziert. Die Kinder können damit eine voreingestellte Telefonnummer anrufen, die via Smartphone mit der Android-Version 4.1 oder höher geändert werden kann. Sollte ein Kind einen Anruf von dieser Nummer nicht binnen zehn Sekunden beantworten, stellt Kizon automatisch eine Verbindung zum am Armband befindlichen Mikrofon her.

Die Eltern können dann hören, was im Umfeld ihres Kindes vor sich geht, und bei Gefahr reagieren, so die Idee. Außerdem lassen sich bestimmte Zeiten definieren, zu denen die Uhr automatisch die Ortungsdaten des Sprösslings meldet. Die Akkulaufzeit des Armbands soll 36 Stunden betragen – auch sie wird kontinuierlich überwacht. Geht sie zur Neige, werden die Eltern gewarnt, damit sie rechtzeitig für Stromnachschub sorgen.

Damit die Kleinen sich nicht gegen den Aufpasser sträuben, kommt er in nachwuchsgerechten Farben daher: Blau, Rosa und Grün sind erhältlich, zuzüglich optional mit Comic-Design. Das Armband aus umweltverträglichem Kunststoff ist LG zufolge beständig gegen Wasser und Flecken.

Auf Redaktionsanfrage teilte LG mit, dass "Kizon" zunächst nur in Südkorea erhältlich ist, weitere Länder sind jedoch im Visier. Ob und wann der elektronische Babysitter auch nach Deutschland kommt und was er kosten soll, ist derzeit noch offen.

(Dorothee Monreal)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang