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Smartphones lassen Samsung jubeln

Samsung liefert mit seinem breiten Geschäft einen Querschnitt der Tech-Branche. Die jüngsten Zahlen der Südkoreaner bestätigten: Mit Smartphones und Flash-Speichern lässt sich gerade richtig gut Geld verdienen. Mit TV-Geräten und LCD-Monitoren hingegen nicht so sehr.

28.01.2011, 14:18 Uhr (Quelle: DPA)
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Samsung profitiert gleich doppelt vom Smartphone-Boom: Der südkoreanische Konzern verdient gut mit eigenen High-Tech-Telefonen und auch als Lieferant der sogenannten Flash-Speicher, von denen immer mehr gebraucht werden. Das Geschäft mit LCD-Displays, Unterhaltungselektronik und Speicher-Bausteinen für Computer läuft hingegen zäh.

Mobilfunk-Sparte boomt

Im Schlussquartal 2010 steigerte Samsung den Gewinn im Jahresvergleich zwar um 13 Prozent auf 3,42 Billionen Won (2,25 Milliarden Euro), wie der Konzern am Freitag in Seoul mitteilte. Doch es war der niedrigste Überschuss in sechs Quartalen. Grund waren vor allem die Preisrückgänge bei Produkten wie DRAM-Speicher und LCD-Displays, bei denen der operative Gewinn um 81 Prozent einbrach. Die Mobilfunk-Sparte verbuchte hingegen ein Ergebnisplus von 34 Prozent. Der Konzernumsatz stieg um 6,7 Prozent auf knapp 41,9 Billionen Won, getragen ebenfalls vor allem vom Handy- und Speichergeschäft.

Samsung ist der weltgrößte Produzent von Speicherchips und LCD- Fernsehern sowie die Nummer zwei im Handymarkt. Im gesamten Jahr schnellte der Überschuss um 65 Prozent auf 16,15 Billionen Won (etwa 10,6 Milliarden Euro) hoch. Der Umsatz erreichte nach einem Plus von 13 Prozent auf 154,63 Billionen Won "ein Allzeithoch".

Der Run auf Samsungs Produkte geht weiter

Für dieses Jahr hofft Samsung, 60 Millionen und damit doppelt so viele Smartphones wie im vergangenen Jahr verkaufen zu können. Insgesamt setzte der Konzern im vergangenen Jahr 280 Millionen Mobiltelefone ab. Das war fast ein Viertel mehr als 2009. Auch erwartet Samsung eine stärkere Nachfrage nach Tablet PCs. Im Fernsehbereich will Samsung das Angebot an 3D-fähigen Geräten erweitern und die Entwicklung der sogenannten Smart TVs vorantreiben, bei denen Fernsehen und Internet zusammengeführt werden.

Der Konzern erwarte, "dass sich 2011 der Preiswettbewerb in den Märkten für Verbraucherelektronik, IT und Mobilgeräten verstärkt, während auch die Preise für wichtige Komponenten zurückgehen". Um die Auswirkungen zu begrenzen, wolle sich der Konzern auf die Wettbewerbsfähigkeit des Speicherchipgeschäfts konzentrieren und die Marketingkosten senken.

Für das laufende Jahr rechnet der Konzern mit einer typischerweise schwächeren ersten Hälfte und einem starken zweiten Halbjahr, sagte der Leiter für die Öffentlichkeitsarbeit bei Samsung, Robert Yi. Eine weitere Aufwertung der Landeswährung Won könne sich negativ auf die Gewinne auswirken.

Zum Jahresende 2010 war den Angaben zufolge vor allem der Markt für DRAM-Computerchips von den fallenden Preisen betroffen. Dagegen schnitten die Flash-Speicherprodukte dank des steigenden Bedarfs an Smartphones und Tablet-Computern gut ab, hieß es weiter. Eine stärkere Nachfrage nach DRAM erwartet Samsung im zweiten Halbjahr 2011.

(Hayo Lücke)

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