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Smartphone-Klau: Die meisten Handys werden zwischen 12 und 17 Uhr gestohlen

Für die Studie "Phone Theft in Europe" von Deutscher Telekom und Lookout wurden Opfer in Deutschland, Großbritannien und Frankreich befragt, wie, wann und wo ihr Smartphone entwendet wurde, wie sie auf den Diebstahl reagierten und was sie unternahmen, um es zurückzubekommen.

02.09.2014, 11:46 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

235.000 Smartphones wurden laut Polizei in Deutschland im Jahr 2013 als gestohlen gemeldet. Für die Studie "Phone Theft in Europe" von Deutscher Telekom und Lookout wurden Opfer in Deutschland, Großbritannien und Frankreich befragt, wie, wann und wo ihr mobiles Gerät entwendet wurde, wie sie auf den Diebstahl reagierten und was sie unternahmen, um es zurückzubekommen.

Diebstahl fällt selten sofort auf

In Deutschland und Großbritannien werden Smartphones meist in Bars, Pubs oder Clubs gestohlen, in Frankreich schlagen Diebe am häufigsten in öffentlichen Verkehrsmitteln zu. Oft werden die Smartphones direkt aus der Hand, der Hosen- oder Jackentasche sowie der Handtasche geklaut: Allein bei 26 Prozent der Befragten in Deutschland ist das der Fall.

Entgegen den Erwartungen werden die meisten Smartphones nicht nachts gestohlen, sondern zwischen 12 und 17 Uhr. Jedoch wird der Diebstahl oft nicht sofort bemerkt: In Deutschland fiel er bei 86 Prozent der Befragten nicht sofort auf.

Selbstjustiz ist keine Lösung

Wenn das Smartphone gestohlen wird, ergreifen die meisten Besitzer sofort die Initiative. Selbstjustiz ist keine Lösung, doch viele Betroffene gehen bewusst ein Risiko ein, um ein gestohlenes Gerät und die darauf gespeicherten Daten zurückzubekommen: 88 Prozent der befragten Deutschen reagierten sofort oder würden es tun. Dagegen würden nur 70 Prozent der Briten und 68 Prozent der Franzosen selbst aktiv werden.

Dennoch kann eine schnelle Reaktion helfen, das Smartphone wiederzubekommen. "Die ersten 60 Minuten nach dem Diebstahl sind entscheidend. Diebe schalten meist sofort die gestohlenen Smartphones aus, wechseln in den Flugmodus oder entfernen die SIM-Karte. Dadurch kann der Besitzer das Smartphone nicht mehr anrufen oder zurückverfolgen", so Thomas Labarthe, Managing Director Europe bei Lookout.

Viele informieren den Mobilfunker nicht

74 Prozent der befragten Franzosen meldeten den Diebstahl bei ihren Mobilfunkanbietern (58 Prozent der Deutschen) und 71 Prozent der örtlichen Polizei (63 Prozent in Deutschland). Dagegen griffen 22 Prozent der Deutschen bei einem Smartphone-Diebstahl zu einer App, mit der sich das Smartphone orten lässt (17 Prozent in Frankreich, 19 Prozent in Großbritannien). Wieviele der Befragten ihr Smartphone zurückerhalten haben, sagten die Unternehmen nicht.

Die Umfrage wurde vom 4. bis zum 20. März von IDG Research im Auftrag der Deutschen Telekom und von Lookout durchgeführt. Die Umfrage richtete sich an Smartphone-Besitzer in den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Rund 500 Befragten aus jedem Land wurde bereits ein Smartphone gestohlen, weitere 100 Personen aus jedem Land durften an der Umfrage teilnehmen, obwohl ihnen dies noch nie passiert war.

(Peter Giesecke)

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