Technische Hürden

Smartphone & Co. einrichten: Zwei Drittel lassen sich helfen

Die meisten Verbraucher brauchen beim Einrichten von Smartphone, Tablet oder TV Hilfe, so das Ergebnis einer Umfrage des Bitkom. Bedienungsanleitungen sind den Nutzern oft zu kompliziert und wenig hilfreich.

Handytarif© Jacob Lund / Fotolia.com

Berlin – Zwei Drittel aller Verbraucher (67 Prozent) haben Probleme beim Anschließen und Einrichten technischer Geräte und lassen sich deshalb von Bekannten oder Verwandten helfen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, bei der 1.006 Internetnutzer ab 14 Jahren befragt wurden.

Nur 36 Prozent benötigen keine Hilfe mit der Technik

Gut jeder Dritte (36 Prozent) benötigt beim Anschließen und Einrichten von Fernseher, Smartphone, Tablet & Co. allerdings keinerlei Unterstützung – zumindest nach eigenen Angaben. 42 Prozent der Männer und 31 Prozent der Frauen halten sich selbst für technisch ausreichend versiert, um zu Hause auf entsprechende Hilfe verzichten zu können. Außerdem gibt es große Altersunterschiede. So sagen 45 Prozent der 14- bis 29-Jährigen, dass sie die Installation in der Regel komplett alleine hinbekommen, aber nicht einmal jeder Vierte ab 65 (64 Prozent) will das von sich behaupten.

"Viele Anwender macht die Einrichtung eines neuen Geräts noch nervös", sagt Bitkom-Experte Christopher Meinecke. "Ist niemand zur Stelle, lässt sich das meiste mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen im Internet oder auch YouTube-Tutorials einfach selbst erledigen."

Bedienungsanleitungen sind nicht immer hilfreich

Mehr als jeder Zweite (55 Prozent) meint, dass die Installation von Unterhaltungselektronik in den vergangenen Jahren komplizierter geworden sei. Unterschiede gibt es auch hier zwischen den Geschlechtern: Bei den Frauen sagen dies 61 Prozent, bei den Männern 49 Prozent. Die mitgelieferten Bedienungsanleitungen findet bei der Inbetriebnahme eines neuen Geräts nur rund jeder Zweite (52 Prozent) hilfreich. Männer stimmen dieser Aussage zu 59 Prozent zu, Frauen zu 46 Prozent. "Eine zu technische Sprache in Bedienungsanleitungen trägt dazu bei, dass die Inbetriebnahme von Unterhaltungselektronik als zu kompliziert wahrgenommen wird. Gerade vor dem Kauf von Smart-Home-Produkten schrecken Verbraucher deshalb noch zurück", sagt Meinecke.

Um das eigene Zuhause zu vernetzen und die gesamte Unterhaltungselektronik mit dem Internet zu verbinden, würde sich gut jeder Dritte (36 Prozent) gerne Hilfe holen. "Hersteller entsprechender Produkte punkten, wenn sie auf Lösungen setzen, die leicht zu installieren und bedienen sind. Eine einfache und schnelle Inbetriebnahme ist für die Verbraucher ein wichtiges Kaufargument."

Melanie Zecher

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