News

Skype visiert Geschäftskunden an

Skype will nun auch im Business-Bereich als VoIP-Kommunikationslösung attraktiver werden und legt dabei besonderes Augenmerk auf die Sicherheit.

09.02.2007, 09:23 Uhr
Sky © Sky Deutschland

In der Suche nach neuen Zielgruppen hat Skype nun auch die Geschäftskunden im Visier. Mit einer ganzen Reihe von Angeboten und Diensten will man auch professionelle Nutzer locken - und ein wenig vom bunten Instant-Messenger-Image wegkommen. Kritiker bemängeln jedoch, dass Skype keine anerkannten VoIP-Standards verwendet, was es für den Firmeneinsatz ungeeignet mache.
Sicher ist sicher
Die Sicherheit von in Unternehmen verwendeter Software spielt dabei eine besonders große Rolle. Wie Skype-Vizepräsident und Produktmanager Stefan Öberg gegenüber der Nachrichtenagentur pte ankündigte, plant Skype eine Kooperation mit mehreren großen Antiviren-Herstellern. Skype solle auch von "zukünftigen Sicherheitslösungen" unterstüzt werden. Was genau darunter zu verstehen ist, ließ Öberg offen.
Es ist jedoch denkbar, dass Skype damit verhindern will, von besonders restriktiven Firewalls geblockt zu werden. Als weitere Neuerungen für Geschäftskunden hatte Skype bereits vor kurzem spezielle Windows-Installer-Pakete (MSI) veröffentlicht, die eine Installation der Software auf mehreren Rechnern gleichzeitig ermöglichen, sowie eine größere Kontrolle des Skype-Datenverkehrs im Firmen-Netzwerk erlauben.
Mehr Kontrolle für System-Administratoren
Ebenfalls können Funktionen wie Datei- oder Desktop-Sharing individuell freigegeben oder gesperrt werden. Damit kann das einfache Verbreiten von sensiblen Firmendaten verhindert werden. Das "Online Control Panel" erlaubt darüber hinaus, einzelnen Skype-Accounts Guthaben für Anrufe ins Telefonnetz zuzuteilen. Zusätzlich arbeitet Skype an weiteren Features, die zum Beispiel eine Online-Zusammenarbeit ermöglichen sollen.
Bereits im vergangenen Jahr wurde Kritik an der Skype-Nutzung in Firmen laut, da der Dienst nicht den SIP-Standard nutzt. Darin sieht Öberg jedoch kein Problem, da SIP nicht Funktionen wie Video-Verbindungen oder Multi-Chat erlaube, die besonders für Skype wichtig seien. Firmen, die Skype nutzen, binden sich dennoch an den Dienst und können beispielsweise im Falle von Preisänderungen nicht einfach den Anbieter wechseln, was bei SIP-basierten Anwendungen einfacher möglich wäre.

(Christopher Bach)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang