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Skype-Nutzer können wieder durchatmen

Nach beinahe zwei Tagen mit massiven Login-Problemen kehrt wieder Normalität beim beliebten VoIP-Anbieter ein. Ein routinemäßiges Software-Update soll schuld gewesen sein.

20.08.2007, 14:01 Uhr
Sky © Sky Deutschland

"Die Worte, auf die wir alle gewartet haben: Atmet tief durch. Skype ist wieder zur Normalität zurückgekehrt" – damit setzte Skype am vergangenen Wochenende den offiziellen Schlusspunkt hinter die massiven Login-Probleme, die dem VoIP-Anbieter einen beinahe zweitägigen Ausfall beschert hatten. Mit der Stellungnahme, was nun eigentlich genau passiert ist, haben die Luxemburger jedoch bis heute gewartet: Ein routinemäßiges Software-Update soll schuld gewesen sein.
Wogen glätten sich
Heute Morgen um kurz nach halb acht Uhr unserer Zeit war es endlich soweit: Skype hat die offizielle Stellungnahme veröffentlicht, in der das Unternehmen erläutert, was zu dem massiven zweitägigen Ausfall vergangene Woche führte. Der Vorfall, der Konkurrenten wie Bellshare zu spontanen Marketingaktionen, speziell für verzweifelte Skype-Nutzer, bewegte, hat in der mittlerweile 200 Millionen Mitglieder zählenden Skype-Gemeinde für Unruhe gesorgt.
Am Donnerstag sei das Skype-Netzwerk instabil geworden, eine kritische Störung sei die Folge gewesen. Hervorgerufen wurde die Unterbrechung durch eine massive Zahl Neustarts bei Kunden rund um die Welt. In kürzester Zeit hätten zahlreiche Nutzer aufgrund eines routinemäßigen Software-Updates ihren Rechner neu gestartet, was anschließend zu einer unüblich hohen Zahl Login-Requests bei den Skype-Servern geführt haben soll.
Selbstheilung hatte Aussetzer
Durch die Flut von Login-Anfragen, in Kombination mit einem Mangel an Peer-to-Peer Netzwerk-Ressourcen sei eine regelrechte Kettenreaktion hervor gerufen worden, so Skype weiter. Normalerweise habe das Skype-Netz zwar Möglichkeiten, sich selbst zu heilen, der Vorfall rief jedoch einen unvorhersehbaren Fehler in einem Algorithmus der Skype-Netzwerksoftware hervor, der diesen "Selbstheilungs-Prozess" störte und dafür sorgte, dass zwei Tage lang der Großteil der Skype-Gemeinde nicht erreichbar war. Jedoch sei der Fehler nun bei Skype gefunden und man werde Vorkehrungen treffen, damit dies nicht noch mal geschehe. Außerdem betonte das Unternehmen nochmals ausdrücklich, dass es sich nicht um einen Angriff auf das Skype-Netzwerk handelte, wie es gerüchteweise hieß. Es habe auch zu keinem Zeitpunkt ein Risiko für die Sicherheit der Nutzer bestanden.

(Aleksandra Leon)

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