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Skype kündigt Push-Nachrichten und Synchronisierung an

In einem Netzwerk stationärer Rechner hat der P2P-Dienst Skype ein Vorteil, um ihn aber auch als mobile Anwendung zu optimieren, wird Microsoft nun mehr zentrale Elemente einführen. Die Skype Cloud ermöglicht in Zukunft Push-Notifications und die Synchronisation über alle Geräte hinweg.

07.10.2013, 12:11 Uhr
Sky © Sky Deutschland

Der Erfolg des Messaging-Dienstes Skype liegt in seiner Architektur begründet. Die einzelnen Nachrichten werden verschlüsselt und dezentral mittels Peer-to-peer-Technik übertragen. In einem Netzwerk stationärer Rechner ist dies ein Vorteil, um Skype aber auch als mobile Anwendung zu optimieren, wird Microsoft nun mehr zentrale Elemente einführen. Die Skype Cloud ermöglicht in Zukunft Push-Notifications und die Synchronisierung über alle Geräte hinweg.

Auf allen Geräten nur einmal benachrichtigt

Das ist die erste große Änderung an der Technik nach der Skype-Übernahme durch Microsoft. Bisher wurde Messaging-Dienst nur mit anderen Produkten aus dem gleichen Haus unter einer Oberfläche vereint. Die beiden Skype-Versionen für Windows 8 und für Windows Phone 8, die im letzten Jahr erschienen sind, ermöglichten bereits eine App, die immer erreichbar ist.

Dort lassen sich seitdem einzelne Nachrichten an zentraler Stelle auf einem Skype-Server zwischenspeichern, um darauf zu warten, dass der Empfänger online geht und dass die Nachrichten zugestellt werden können. Die zentrale Ablage des gesamten Chatverlaufs ermöglicht es zudem, diesen auf mehreren Geräten eines Nutzers zu synchronisieren. Wer also vor dem Desktop-PC sitzt und das Smartphone daneben liegen hat, wird in Zukunft nur noch ein einziges Piepsen hören, das eine neue Nachricht signalisiert.

Verbindungsdaten an die Zentrale gesendet

Microsoft hat Skype dafür im Hintergrund umgebaut, die neuen Funktionen werden in den nächsten Monaten nach und nach Eingang in die einzelnen Anwendungen finden. Auf mobilen Geräten können die Apps dann auch in einen energiesparenden Modus wechseln, bis eine Push-Nachricht sie wieder aufweckt.

Trotz einer veränderten Datenverarbeitung soll die Privatspähre der Nutzer und die Sicherheit der Daten geschützt bleiben. Skype unterstützt auch den Login über das Microsoft-Konto mit Zwei-Wege-Authentifizierung und Wiederherstellung verlorener Passwörter. Microsofts Anti-Spam- und Anti-Malware-Filter kommen ebenfalls zum Einsatz.

Um eine sich im Schlaf befindende App per Push-Notification aufzuwecken, übersendet die anrufende App die Skype-ID und die IP-Adresse aller Beteiligten sowie Zeit und Datum an die zentrale Instanz der Skype-Cloud. Wenn eine Sprachverbindung zustande kommt, wird auch die Länge des Gesprächs festgehalten. Microsoft betont jedoch, dass die IP-Adresse nur teilweise und bloß ein Hash der Skype-ID gespeichert werden.

(Peter Giesecke)

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