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skyDSL: Optimistisch bei Partnersuche

Im Gespräch mit onlinekosten.de nimmt skyDSL Geschäftsführer Andreas Krüger Stellung zu dem Versuch von Konkurrent Filiago, die rund 24.000 skyDSL-Kunden zu übernehmen. Der Fortbestand des Dienstes ab 2008 unter gleichem Namen ist wahrscheinlich. Eine Entscheidung über den Partner fällt in der nächsten Woche.

30.11.2007, 08:08 Uhr
Sky © Sky Deutschland

SkyDSL-Gesellschafter Teles wird zum Jahresende seine Geschäftstätigkeit bei skyDSL einstellen. Filiago, Sat-Internetprovider und skyDSL-Konkurrent, hatte am Dienstag per Pressemitteilung bekanntgegeben, dass das Unternehmen die rund 24.000 skyDSL Kunden übernehmen will. Dieser Schritt ist jedoch ohne Wissen und Absprache mit skyDSL erfolgt.
Prüfung von rechtlichen Schritten gegen Filiago
Andreas Krüger, Geschäftsführer von skyDSL, erklärte im Gespräch mit onlinekosten.de, dass er mit Entsetzen auf dieses Vorgehen reagiert habe. Die Pressemitteilung enthalte auch Falschaussagen, so Krüger. Teles habe nie erklärt, dass skyDSL nicht weitergeführt werden solle. Richtig sei nur, dass Teles als Gesellschafter von skyDSL zum Jahresende aussteigen werde. Das aggressive Vorgehen von Filiago habe Unruhe in den Markt gebracht. Mittlerweile habe Filiago aber den gesonderten Werbehinweis für skyDSL-Kunden auf der Filiago-Homepage wieder entfernt.
Kein Einbruch bei Neukundenbestellungen
Nach Angaben des skyDSL-Geschäftsführers hatte man nach der Bekanntgabe des Rückzugs von Teles im September nur die rund 1000 Fachhändler informiert, um Ruhe einkehren zu lassen. Die Kunden seien bisher noch nicht über die derzeitige Lage aufgeklärt worden. Es habe aber auch keinen Einbruch bei den Neukunden-Bestellungen gegeben. Als besonders beliebt habe sich laut Krüger die seit August vertriebene skyDSL-Box erwiesen, deren Vermarktung weiter verstärkt werden soll. Bei Veranstaltungen vor Ort in Gemeinden, die noch nicht über Breitbandanschlüsse verfügen, will skyDSL weiter für das alternative Internet über Satellit werben. Dies ist auch nötig, denn mit nur 24.000 Kunden arbeitet skyDSL derzeit nicht wirtschaftlich. Besonders zu schaffen macht skyDSL die starke Konkurrenz von DSL-Anbietern über Kupferkabel, die zum Start von skyDSL im Jahr 1999 so noch nicht absehbar war. Diese Anbieter bauen nun auch in abgelegenen Gebieten die DSL-Netze aus und dringen damit in das Revier von skyDSL ein.
Entscheidung über Partner in der nächsten Woche
Krüger zeigt sich nach wie vor optimistisch, dass ab Januar der skyDSL-Dienst mit neuem Partner fortgeführt werden und auch eine Lösung für die rund 40 betroffenen Arbeitsplätze gefunden werden kann. Derzeit sei man in Gesprächen mit mehreren Partnern. Diese Verhandlungen sind anscheinend schon so weit fortgeschritten, dass man in der nächsten Woche eine Entscheidung verkünden will. Dann sollen auch die skyDSL-Kunden ausführlich informiert werden.
Der Name der bekannten Marke skyDSL soll beibehalten und die Tarife sollen voraussichtlich so fortgeführt werden. Hinzu kommen werden laut Krüger aber in verstärktem Ausmass Zwei-Wege-Lösungen, bei denen der Rückkanal bereits inklusive ist.

(Jörg Schamberg)

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