Chamipons-League-Vertrag

Sky und DAZN: Kartellamt stellt Verfahren ein

Der Pay-TV-Sender Sky und der Streamingdienst DAZN hatten sich bis 2021 die Fußball-Übertragungsrechte für die Champions League geteilt. Das Bundeskartellamt hat nun ein deswegen eröffnetes Verfahren eingestellt. Der Markt sei in Bewegung.

Jörg Schamberg, 15.04.2020, 13:21 Uhr (Quelle: DPA)
Fußball© mirpic / Fotolia.com

Das Bundeskartellamt hat das Verfahren gegen Sky und DAZN wegen des Champions-League-Vertrages eingestellt. Das gab die Behörde am Mittwoch bekannt. Das Kartellamt hatte ein Verfahren eingeleitet, weil sich der Pay-TV-Sender und der kostenpflichtige Streamingdienst bis 2021 die Fußball-Übertragungsrechte teilen. Es habe der Verdacht bestanden, "dass Sky und DAZN im Vorfeld vereinbart hatten, die Übertragungsrechte für Deutschland untereinander aufzuteilen", schrieb das Kartellamt.

Bundeskartellamt: Neue Player treten auf

"Das Verhalten von Sky und DAZN war auf den ersten Blick kartellrechtlich nicht unproblematisch", sagte Kartellamts-Präsident Andreas Mundt laut Mitteilung. "Es sprachen dennoch einige Gründe für die Einstellung des Verfahrens. Der Markt ist in Bewegung, neue Player treten auf - das hat die kürzlich erfolgte Champions League Rechtevergabe für die Spielzeiten ab 2021/22 erneut gezeigt."

Sky war im jüngsten Wettbieten um die Champions-League-Rechte bis 2023/24 nach eigener Aussage leer ausgegangen. Neben Amazon soll sich DAZN Live-Rechte gesichert haben, doch der Streamingdienst hat das offiziell noch nicht bestätigt.

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