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Sky-Übernahme: BSkyB zahlt 6,75 Euro pro Aktie

Die britische Pay-TV-Sender BSkyB will Sky Deutschland übernehmen. Jetzt liegt ein konkretes Angebot auf dem Tisch: 3,65 Milliarden Euro für die Murdoch-Anteile und 6,75 Euro pro Aktie.

25.07.2014, 11:16 Uhr
Sky © Sky Deutschland

Rupert Murdoch ordnet seine Fersehsender neu. Die britische BSkyB soll Sky Deutschland und Sky Italia übernehmen. Jetzt liegt ein konkretes Angebot auf dem Tisch. Dies berichtet das Handelsblatt.

20 Millionen Abonnenten in Europa

Für den Anteil von Murdochs 21st Century Fox an Sky Deutschland zahlt BSkyB umgerechnet 3,65 Milliarden Euro. Den übrigen Aktionären bietet der britische Kabelsender 6,75 Euro pro Aktie und damit nur wenig mehr als die 6,66 Euro, mit den die Aktie am Donnerstag an der Börse geschlossen hatte.

Sky Deutschland ist der kleinste der drei Sky-Sender, wächst aber am schnellsten. Durch den Zusammenschluss würde ein europäischer Pay-TV-Sender mit rund 20 Millionen Abonnenten entstehen. Die neue Marktmacht könnte dann ein Vorteil bei der Vergabe von Sportrechten und Filmlizenzen sein.

Murdoch mit 39 Prozent an BSkyB beteiligt

Pay-TV ist in Europa noch ein Wachstumsmarkt. In den USA ist der Markt gesättigt, dort verfügen 90 Prozent aller Fernsehzuschauer über ein Pay-TV-Abo. In Europa sind es lediglich 40 Prozent. In vielen Ländern wird aber noch eine separate Gebühr für den Empfang des öffentlich-rechtlichen Rundfunks erhoben. Das senkt die Bereitschaft, für Abos viel Geld zu zahlen.

Die Kontrolle über die europäischen Sender verliert Murdoch aber nicht. Über Fox ist er dann immer noch mit 39 Prozent an BSkyB beteiligt. Das frische Geld in den Kassen, 2,6 Milliarden Euro erhält er noch für Sky Italia, könnte ihm bei der geplanten Übernahme von Time Warner helfen.

(Peter Giesecke)

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