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Sky steigert Kundenzahlen auf über 3,9 Millionen - Sky Go und Snap bald über Sky+ abrufbar

Sky Deutschland ist unter der Führung von Brian Sullivan weiter auf Wachstumskurs. Sowohl die Kundenzahlen als auch Umsatz und Nettoergebnis legten zu. Zudem kündigte Sky Neuerungen für den Receiver Sky+ an.

03.11.2014, 11:39 Uhr
Sky © Sky Deutschland

"Es gab noch nie eine bessere Zeit, Sky Kunde zu sein", so Brian Sullivan, Geschäftsführer von Sky Deutschland, bei der Vorstellung der vorläufigen Quartalszahlen für das erste Quartal 2014/15 am Montag in München. Der Pay-TV-Anbieter meldet weiteres Kundenwachstum und ein positives Nettoergebnis. Zugleich kündigte Sky die baldige Verfügbarkeit der On-Demand-Inhalte von Sky Go und Snap direkt über den Festplatten-Receiver Sky+ an.

Über 3,9 Millionen Sky-Abonnenten

Sky konnte die Zahl der direkten Abonnenten im Zeitraum von Anfang Juli bis Ende September um netto 96.000 auf über 3,9 Millionen steigern. Dies ist nach Unternehmensangaben ein Plus von 26 Prozent in Vergleich zum Vorjahr. Zudem scheinen die Kunden zufriedener: Die auf zwölf Monate hochgerechnete Kündigungsquote des ersten Quartals (annualisiert) fiel auf 8,6 Prozent nach 12,5 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Allerdings lag dieser Wert im Vorquartal mit 7,7 Prozent sogar noch niedriger. Die rollierende Kündigungsquote, die die durchschnittliche Kündigungsrate der letzten vier Quartale angibt, ging von 11,8 Prozent im Vorjahr auf 9,2 Prozent zurück.

Steigern konnte Sky auch die Zahl der HD-Kunden: Ende September verzeichnete der Bezahlsender 2,31 Millionen Sky-Kunden, die das HD-Angebot nutzten. Ein Plus von 75.000 gegenüber dem Vorjahresquartal. Insgesamt können somit bereits 59 Prozent der Sky-Kunden auf die HD-Inhalte des Anbieters auf bis zu 90 Sendern zugreifen. Die Zahl der Sky+ Kunden kletterte um 105.000 auf rund 1,79 Millionen. Der Sky+ Receiver wird von 46 Prozent aller Sky Kunden eingesetzt. Sky mit der "Sky Zweitkarte" gleich in mehreren Räumen schauen 461.000 Kunden. In einem Jahr konnte Sky die Abonnements der Zweitkarte um 51.000 Kunden steigern.

On-Demand-Inhalte von Sky Go und Snap über Sky+ auf dem Fernseher abrufen

Im Rahmen der Vorstellung der Quartalszahlen kündigte Sky auch eine Neuerung für seinen Sky+ Receiver an. Die On-Demand-Inhalte von Sky Go und Snap, die vor allem für die Nutzung unterwegs auf Smartphone und Tablets konzipiert sind, sollen über den Sky+ Receiver demnächst auch auf dem heimischen Fernseher verfügbar sein. Die Receiver sollen bis zum Ende des Jahres über ein entsprechendes Update aufgerüstet werden. Per Knopfdruck über die Fernbedienung des Sky+ Receivers und eine neue, intuitive Benutzeroberfläche soll das gesamte Angebot von Sky Go und Snap abrufbar sein. Die Zahl der verfügbaren Programme will Sky noch in diesem Jahr versechsfachen. Der Dienst Sky Go erfreut sich zudem wachsender Beliebtheit: Im ersten Quartal registrierte Sky 26 Millionen Kunden-Logins, innerhalb eines Jahres wurden 100 Millionen Logins gezählt.

Positives Nettoergebnis von zwölf Millionen Euro - Umsatz pro Kunde sinkt leicht

Auch mit Blick auf die Finanzzahlen schaut Sky optimistisch in die Zukunft. Das Nettoergebnis, das im Vorjahr noch ein Minus von 14 Millionen Euro lieferte, erreicht nun einen positiven Wert in Höhe von 12 Millionen – eine Steigerung um rund 27 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahresquartal. Das EBITDA, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verbesserte sich um 86 Prozent auf 54 Millionen Euro. Der Umsatz legte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10 Prozent auf 431 Millionen Euro zu. Der durchschnittliche monatliche Umsatz pro Kunde (ARPU) ging allerdings leicht zurück. Lag dieser Wert im Vorjahr noch bei 34,07 Euro und im Vorquartal noch bei 34,59 Euro, erreichte Sky im ersten Quartal nur noch 34 Euro.

Sky rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem Netto-Kundenwachstum zwischen 400.000 und 450.000 Abonnenten. Der Gesamtumsatz soll weiter gesteigert werden, das EBITDA für das Gesamtjahr soll zwischen 80 und 110 Millionen Euro liegen. "Außerdem haben wir gerade mit Sky Online und Sky On Demand die nächste Welle an spannenden, neuen Services angestoßen, die unseren gegenwärtigen und zukünftigen Kunden noch mehr Flexibilität und Wahlmöglichkeiten zur Verfügung stellen", betont Sky Deutschland Chef Sullivan. Interessant dürfte allerdings sein, welche Auswirkungen die zunehmende Konkurrenz durch Streaming-Anbieter wie Netflix, Amazon Prime Video & Co auf Sky haben werden.

Die Annahmefrist für das freiwillige Übernahmeangebot von BSkyB endet am Montag, 3. November. Sky will das Ergebnis in Kürze bekanntgeben. Die Transaktion soll laut Sky bis Mitte November abgeschlossen sein.

(Jörg Schamberg)

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