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Sky Sport News HD App - Springer holt die Keule raus

Mathias Döpfner, Vorstandschef des Medienkonzerns Axel Springer, kann sich nicht vorstellen, dass die DFL das Vorgehen von Sky akzeptieren wird. Falls doch, werde Springer alle rechtlichen Register ziehen.

07.08.2013, 14:56 Uhr (Quelle: DPA)
Sky © Sky Deutschland

Der Streit um die neue App des Pay-TV-Senders Sky verschärft sich und bringt die Deutsche Fußball Liga (DFL) weiter unter Druck. "Wir sehen keinen Grund, mit Sky eine gütliche Einigung zu besprechen, sondern wir sehen die Notwendigkeit, dass die DFL die Verhältnisse klärt", sagte am Mittwoch Mathias Döpfner, Vorstandschef des Medienkonzerns Axel Springer.

Rechtliche Schritte dürften folgen

Er könne sich nicht vorstellen, dass die DFL das Vorgehen von Sky akzeptiere. "Sollte das wider Erwarten doch der Fall sein, werden wir selbstverständlich alle notwenigen rechtlichen Schritte einleiten", kündigte Döpfner an.

"Die DFL hat Exklusivrechte verkauft und muss diese Rechte auch liefern, und insofern ist die DFL unser Ansprechpartner", sagte der Springer-Vorstandsvorsitzende. Wenn die Sky-App direkt nach Spielschluss bewegte Bilder zeigen dürfe, entspräche dies "schlicht nicht den Verträgen, die wir mit der DFL geschlossen haben".

Falls von der DFL Rechte "sozusagen anderthalbmal verkauft worden" seien, ginge es nicht nur um Schadenersatz. Wenn es sich um Betrug handeln sollte, würde Springer "auch strafrechtliche Schritte einleiten". Döpfner schob nach: "Aber ich bin ganz sicher, dass es dazu nicht kommt, weil sich die DFL hier sicherlich rechtstreu verhalten wird."

Hintergrund der Auseinandersetzung ist, dass Sky über ein neues App-Angebot für 4,99 Euro bereits kurz nach Spielschluss bewegte Bilder der Bundesligsspiele zeigen will. Erst eine Stunde später sind gefilmete Szenen bei Springers neuem Internetangebot "Bild plus" zu sehen und kosten monatlich insgesamt 7,98 Euro. Dafür kann der Kunde sich sein Programm bei "Bild plus" aus mehreren Zusammenfassungen selbst zusammenstellen.

Sky sieht sich im Recht

Sky-Chef Brian Sullivan hatte am Dienstag erklärt, dass das Angebot für Tablets und Smartphones nicht dazu diene, der Bundesliga-App von "Bild plus" Konkurrenz zu machen. "Die Apps sind komplett unterschiedlich", sagte Sullivan: "Wir sind sicher, dass das was wir tun, völlig in Ordnung ist",

Der Rekord-Vertrag mit Sky hat offensichtlich Tücken. Zumindest streiten die Beteiligten bereits seit Tagen hinter der Kulissen und haben noch keine Einigung erzielen können. Durch Döpfners Aussagen hat die Auseinandersetzung nun Schärfe erhalten. Unter Zeitdruck müssen jetzt die Details der Verträge geklärt und ein gesichtswahrender Kompromiss gefunden werden.

(Hayo Lücke)

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