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Sky mahnt 100 Gastwirte unberechtigt wegen Fußballübertragungen ab

100 Gastwirte haben Abmahnungen und Schadensersatzforderungen von bis zu mehreren tausend Euro von dem Pay-TV-Anbieter Sky erhalten, weil sie ihren Gästen Live-Spiele der 2. Liga gezeigt hatten. Laut "Spiegel" ruderte Sky nun zurück und gestand einen Fehler ein.

20.01.2014, 15:41 Uhr
Sky © Sky Deutschland

In den vergangenen Wochen erhielten bundesweit rund hundert Gastwirte Abmahnungen des Münchener Pay-TV-Anbieters Sky. Laut Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte der Bezahlsender von den Kneipenbetreibern Schadensersatz von bis zu mehreren tausend Euro gefordert, da diese sich wegen der Ausstrahlung von Live-Spielen der 2. Liga auf dem Free-TV Sender Sport1 strafbar gemacht hätten. Doch nun rudert Sky zurück und muss kleinlaut zugeben, dass die Abmahnungen wohl unberechtigt waren.

Sky gibt Fehler zu

"Die Abmahnungen hätte es nicht geben dürfen", zitiert das Magazin einen Sky-Sprecher. Das Unternehmen gibt zu, dass den eigenen Juristen ein Fehler unterlaufen sei. Gegenüber den betroffenen Kneipen hatten Anwälte des Pay-TV-Anbieters erklärt, dass Sky die exklusiven Rechte zur "öffentlichen Wahrnehmbarmachung" aller Live-Spiele besitze. Die Juristen wiesen darauf hin, dass der geforderte Schadensersatz bei Abschluss eines Sky-Abonnements reduziert werde.

Peinlich: Sky gestand nun ein, dass das Unternehmen nicht im Besitz der genannten Exklusivrechte ist. Die Münchener wollen sich jetzt bei den abgemahnten Wirten entschuldigen und ihnen eine Wiedergutmachung anbieten.

Im vergangenen Monat wurde bekannt, dass Sky bei Sport1 einsteigt und in diesem Jahr rund ein Viertel der Anteile der Tochter des Medien- und Filmkonzern Constantin Medien übernehmen will. Zugleich kauft das Unternehmen die Produktionsfirma Plazamedia, die Sportsendungen für Sky und Sport1 erstellt.

(Jörg Schamberg)

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