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Sky findet Weg aus der Krise - wenn auch langsam

Zwischen Juli und September konnte Sky 98.000 Nettoneukunden begrüßen - der beste Wert in einem dritten Quartal in der Unternehmensgeschichte. Trotzdem blieb ein hoher Verlust von fast 50 Millionen Euro.

10.11.2011, 08:39 Uhr
Sky © Sky Deutschland

Auch wenn noch immer rote Zahlen geschrieben werden, befindet sich der größte deutsche Pay-TV-Sender Sky spürbar im Aufwind. Wie am Donnerstag in München bekannt gegeben wurde, konnten zwischen Juli und September 98.000 Nettozugänge verzeichnet werden. 188.000 neuen Kunden standen 89.000 Kündigungen gegenüber. Die Gesamtkundenzahl lag zum Stichtag bei knapp 2,86 Millionen.

Aufschwung Dank HD

Um Gewinne einzufahren muss Sky rund drei Millionen Kunden vorweisen können. Damit dieses Ziel erreicht wird, treibt der Sender vor allem die Zahl der HD-Sender weiter voran. So startet am 1. Dezember der neue Nachrichtenkanal Sky Sport News HD, der praktisch rund um die Uhr über das Sport-Geschehen rund um den Erdball berichten wird. Er wird Teil des Sky Welt Pakets sein und für alle Sky-Kunden automatisch freigeschaltet. Im gesamten Dezember wird Sky Sports News HD zudem unverschlüsselt als Schnupper-Angebot über alle digitalen Kabel- und Satelliten-Haushalte empfangbar sein. Aktuell stehen bei Sky 40 HD-Sender zur Verfügung, weitere sollen folgen.

Ein kostenpflichtiges HD-Abonnement hatten Ende September 818.000 Sky-Kunden abgeschlossen. Das waren 104.000 mehr als Ende des zweiten Quartals und 358.000 mehr als noch vor einem Jahr. Einschließlich der Sky Welt HD-Kunden, die eine Auswahl von HD-Programmen als Teil ihres Grundpakets frei empfangen können, stieg die Anzahl der HD-Abos auf 1,4 Millionen. Entsprechend legte nicht nur die HD-Penetration auf 28,6 Prozent, sondern auch der durchschnittliche Umsatz pro Kunde zu. Er lag zuletzt bei 30,94 Euro und damit rund fünf Prozent über dem Wert des Vorjahres.

Trotzdem fast 50 Millionen Euro Verlust

Finanziell sieht es allerdings weit weniger rosig aus. Weil die operativen Kosten (303,1 Millionen Euro) die Umsatzerlöse (284,5 Millionen Euro) überstiegen, wurde ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von -18,6 Millionen Euro verzeichnet. Unter dem Strich machte Sky im dritten Quartal einen Verlust von 46,9 Millionen Euro. Viel Geld, aber deutlich weniger als noch vor einem Jahr als ein Minus von 89,3 Millionen Euro ausgewiesen werden musste. Im zweiten Quartal lag der Verlust bei 53,6 Millionen Euro, zwischen Januar und März bei 86,9 Millionen Euro.

Sky-Chef Brian Sullivan sieht sein Unternehmen trotzdem auf einem guten Weg. "Wir haben alle Kennzahlen verbessert und das beste Neukundenwachstum der Unternehmensgeschichte in einem dritten Quartal erzielt. Trotz den gegenwärtigen wirtschaftlichen Herausforderungen sind wir in einer aussichtsreichen Position, um auch in Zukunft weiter zu wachsen."

(Hayo Lücke)

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