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Sky Deutschland: Mehr als 3,8 Millionen Abonnenten - Kündigungsquote auf Rekordtief

Sky Deutschland-Chef Brian Sullivan hat offenbar alles richtig gemacht: Im zweiten Quartal gewann der Pay-TV-Anbieter netto 82.000 neue Abonnenten und kommt nun auf insgesamt 3,81 Millionen Kunden. Auch der Ausblick auf das kommende Jahr ist positiv.

06.08.2014, 13:41 Uhr
Sky © Sky Deutschland

Der Pay-TV-Sender Sky Deutschland setzt seinen Erfolgskurs unter dem Vorstandschef Brian Sullivan weiter fort. Das in München ansässige Unternehmen legte am Mittwoch das vorläufige Ergebnis für das zweite Quartal vor. Demnach konnte Sky für den Zeitraum von Anfang April bis Ende Juni sowohl ein starkes Kundenwachstum und niedrige Kündigungsquoten als auch gute Finanzkennzahlen vorweisen.

Netto 82.000 neue Abonnenten im zweiten Quartal

Die Zahl der Sky-Direktkunden kletterte bis Ende Juni um netto 82.000 Kunden auf insgesamt 3,81 Millionen. Punkten konnte Sky auch mit seinem Premium-HD-Angebot: Die Gesamtzahl der Kunden, die das HD-Angebot nutzten, stieg im zweiten Quartal um 130.000 auf insgesamt rund 2,24 Millionen. Somit haben bereits 59 Prozent aller Sky-Kunden Zugriff auf das bis zu 88 Sender umfassende HD-Angebot von Sky. Rund 1,68 Millionen Abonnenten (44 Prozent der Sky-Kunden) nutzen inzwischen den Sky+ Festplattenreceiver, das entspricht einer Steigerung um 106.000 im zweiten Quartal. Eine Sky-Zweitkarte hatten mit Stand von Ende Juni 451.000 Kunden hinzugebucht.

Die auf zwölf Monate hochgerechnete Kündigungsquote des zweiten Quartals (annualisiert) fiel auf 7,7 Prozent nach 9,7 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die rollierende Kündigungsquote, die die durchschnittliche Kündigungsrate der letzten vier Quartale angibt, ging von 12,0 auf 10,1 Prozent zurück. Nach Angaben von Sky sind beide Werte die niedrigsten in der Geschichte des Unternehmens. Der Bezahlsender sieht die offenbar gestiegene Kundenzufriedenheit unter anderem als Erfolg der im vergangenen Jahr durchgeführten Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung. Ein Grund dürfte aber auch die zunehmende Zahl der Kunden sein, die an Zweijahresverträge gebunden ist.

Sky erwartet bis zu 450.000 neue Kunden für 2014/2015

Auch die Finanzzahlen können sich sehen lassen. Das EBITDA, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, legte im zweiten Quartal um 23 Prozent auf 45 Millionen Euro zu. Der durchschnittliche monatliche Umsatz pro Kunde (ARPU) verbesserte sich um 85 Cent auf 34,59 Euro. Der Gesamtumsatz von April bis Juni erreichte 427,5 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung lag Ende Juni bei 425 Millionen Euro. Sky gibt sich für das neue Geschäftsjahr 2014/2015 optimistisch und erwartet ein Netto-Abonnentenwachstum zwischen 400.000 und 450.000 Kunden. Außerdem strebt das Unternehmen auf Jahresbasis ein positives EBITDA im Bereich von 80 bis 110 Millionen Euro an. Zudem soll auch der Gesamtumsatz weiter erheblich zunehmen.

Der britische Pay-TV-Anbieter BSkyB dürfte mit Interesse auf die Zahlen aus München blicken. BSkyB will Sky Deutschland übernehmen und hatte Ende Juli bereits ein Übernahmeangebot für die rund 57 Prozent der Anteile vorgelegt, die von Rupert Murdochs 21st Century Fox gehaltenen werden.

(Jörg Schamberg)

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