Teure Rechte

Sky Deutschland: Bundesligakosten drücken Gewinn

Die gestiegenen Kosten für die Übertragungsrechte der Bundesliga sorgen bei dem Pay-TV-Sender Sky Deutschland für einen Dämpfer in der Bilanz. Die Zuschauerzahlen legen hingegen zu.

Sky© Sky Deutschland Fernsehen GmbH & Co. KG

München - Mehr Zuschauer, mehr Umsatz, aber weniger Gewinn - die kräftig gestiegenen Kosten für die Bundesliga haben dem größten deutschen Pay-TV-Sender Sky Deutschland die Jahresbilanz getrübt. Mit deutlich mehr Eigenproduktionen sieht sich das Unternehmen im harten Wettbewerb gegen Netflix, Amazon & Co. dennoch gut auf Kurs.

Mehr Kunden

Die Tochter des britischen Sky-Konzerns hat jetzt 5,2 Millionen Kunden - 200.000 mehr als zu Beginn des Geschäftsjahrs 2017/18. Der Umsatz stieg um 6 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Doch das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sank um 19 Prozent auf 134 Millionen Euro. "Grund dafür sind vor allem die um 173 Millionen Euro gestiegenen Kosten für die Bundesliga", teilte das Unternehmen am Donnerstag in Unterföhring mit.

Investitionen vervierfacht

Im neuen Geschäftsjahr würden die Investitionen vervierfacht: In Deutschland und Österreich hätten Eigenproduktionen den größten Nachholbedarf, teilte die Konzernmutter in London mit. Ab Herbst wird in Berlin und Nordrhein-Westfalen die dritte Staffel der Krimiserie "Babylon Berlin" gedreht. Im November soll die 26 Millionen Euro teure Serie "Das Boot" anlaufen. Soeben wurde eine Horror-Serie, die in einem Plattenbau spielt, in Auftrag gegeben.

Der Sky-Konzern macht den Löwenanteil des Geschäfts in Großbritannien und Irland und hat in Italien ein weiteres Standbein. Der Jahresumsatz stieg in dem zum Juni abgelaufenen Geschäftsjahr um 5 Prozent auf 13,6 Milliarden Pfund, der Betriebsgewinn (Ebitda) um 9 Prozent auf 2,35 Milliarden Pfund. Der Hauptaktionär, Rupert Murdochs Medienimperium 21st Century Fox, liefert sich gerade eine Bieterschlacht mit dem US-Kabelkonzern Comcast um die komplette Übernahme von Sky.

Marcel Petritz / Quelle: DPA

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