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Sky bleibt auf vielen neuen Aktien sitzen

Der erste Schritt der neuen Kapitalerhöhung bei Sky Deutschland hat nicht so gezündet wie geplant. Nur 169 Millionen der maximal möglichen 270 Millionen Papiere wurden gezeichnet. Nun springt wohl einmal mehr Rupert Murdoch ein.

29.09.2010, 08:40 Uhr
Sky © Sky Deutschland

Die neueste Kapitalerhöhung hat sich für den Pay-TV-Sender Sky in einem ersten Schritt weniger gut ausgezahlt als erwartet. Nachdem bereits am Dienstag bekannt geworden war, dass von Anlegern nur knapp 61 Prozent der maximal möglichen Aktien gezeichnet wurden, hat auch die Privatplatzierung bei institutionellen Investoren nicht so richtig gezündet.

Murdoch erhöht Anteil an Sky Deutschland auf 49,90 Prozent

Sky hatte knapp 270 Millionen neue Aktien an der Börse platziert, wurde aber nur 169 Millionen Papiere zu einem Stückpreis in Höhe von 1,05 Euro los, wie das Unternehmen am Dienstag in München mitteilte. Die News Adelaide Holdings, eine Tochtergesellschaft der News Corporation von Medienmogul Rupert Murdoch, zeichnete 64,2 Prozent der neuen Aktien und besitzt nun 49,90 Prozent des Grundkapitals von Sky Deutschland.

Sobald die Kapitalerhöhung in das Handelsregister eingetragen wurde, erhöht sich das Grundkapital von Sky Deutschland um 168,93 Millionen Euro auf 708,10 Millionen Euro. Eigentlich hatte Sky damit gerechnet, bis zu 269,58 Millionen Euro an frischem Kapital einnehmen zu können.

Der Plan sieht nun vor, dass weitere 162,6 Millionen Euro durch die Ausgabe einer Wandelanleihe und / oder die Bereitstellung eines Gesellschafterdarlehens durch News Adelaide Holdings beziehungsweise einem anderen Investor bis zum 31. Januar 2011 zur Verfügung gestellt werden. Der Aktienkurs von Sky reagierte auf die kommunizierten Zahlen kaum. Er liegt weiter bei einem Wert von 1,04 Euro.

Sky hat zu wenig Kunden

Sky Deutschland hatte die zurückliegenden Quartale immer wieder mit hohen Verlusten abgeschlossen. Im zweiten Quartal des laufenden Jahres wurde ein Verlust in Höhe von 82 Millionen Euro verzeichnet. Hauptproblem: die Kundenzahl stagniert bei knapp 2,5 Millionen, was aufgrund der hohen Kosten für Film- und Bundesliga-Rechte nicht ausreicht, um Gewinne einzufahren. Dafür werden nach Einschätzung von Experten mindestens 2,8 bis 3 Millionen Kunden benötigt. Mit HD- und 3D-Inhalten soll dieses Ziel möglichst schnell erreicht werden.

(Hayo Lücke)

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