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Skimmer erbeuteten mehrere 100.000 Euro

Für neun "Skimmer" versiegte die Geldquelle: Die Polizei fasste deutsche und rumänische EC-Karten-Fälscher. Sie hatten Magnetstreifen geknackt und sich an fremden Konten bedient.

19.07.2010, 18:31 Uhr (Quelle: DPA)
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Sie sollen bundesweit Geldautomaten manipuliert und Konten geplündert haben: Die Polizei hat eine rumänische Bande zerschlagen, die sich auf das sogenannte Skimming spezialisiert hat. Dabei werden EC-Kartendaten ausgespäht, um Kopien der Karten anzufertigen, mit denen die Täter dann die Konten der Besitzer abräumen. Den Schaden bezifferte die Wuppertaler Staatsanwaltschaft am Montag auf "mindestens mehrere 100.000 Euro".

Zugriff auch in Rumänien

Zusammen mit der rumänischen Polizei sei es auch gelungen, zwei mutmaßliche Bandenchefs in Rumänien dingfest zu machen. In Deutschland wurden sieben mutmaßliche Mitglieder der Bande festgenommen.

Bei Durchsuchungen seien Minikameras und Kartenlesegeräte gefunden worden. Die Verdächtigen wurden in Dortmund, Lüdenscheid und Aschaffenburg festgenommen. Die Männer müssen sich wegen banden- und gewerbsmäßigen Computerbetrugs sowie wegen gefälschter Zahlungskarten verantworten.

BKA fordert Chip statt Magnetstreifen

Das Bundeskriminalamt hatte erst am Freitag über eine starke Zunahme der Skimming-Fälle berichtet. Allein im ersten Halbjahr wurden fast 2.000 Daten-Attacken gezählt, was nahezu der Zahl des gesamten Vorjahres entsprach.

Schwerpunkte seien im ersten Halbjahr Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Berlin gewesen. BKA-Präsident Jörg Ziercke sagte, die Umrüstung der Karten von Magnetstreifen auf Chiptechnologie sei alternativlos.

(Dorothee Monreal)

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