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sipgate flat ersetzt nufone

Die zwei Gesichter der Indigo Networks: während sipgate immer wieder als Preisbrecher punktet, bleibt die zweite Marke nufone bislang unverändert.

06.06.2006, 14:13 Uhr
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

Aus dem Hause Indigo Networks kommt mit sipgate eines der beliebtesten VoIP-Produkte, die unabhängig von einem Breitband-Anbieter sind. Immer wieder machen die Düsseldorfer auf sich aufmerksam, sei es durch konkurrenzfähige Tarifmodelle, spannende Hardware-Angebote oder neue Vertriebskanäle. sipgate wirbelt dabei soviel Staub am Markt auf, dass ein anderes Produkt aus dem gleichen Hause längst in den Schatten gestellt wurde: die reine VoIP-Flatrate nufone. Zwar wurde das Versprechen des Unternehmens vom Juli 2005 gehalten und nufone entgegen damaliger Gerüchte am Leben gehalten –eine Änderung an der stiefmütterlichen Behandlung des Produkts gab es dennoch nicht.
Von Beginn an gleich
Im gleichen Maß, wie sipgate regelmäßig für Schlagzeilen sorgt, ist bei nufone seit der Einführung im Oktober 2004 alles beim Alten geblieben. Eine inzwischen unübliche und zudem sehr hohe einmalige Einrichtungsgebühr von 99,95 Euro blieb ebenso in Kraft, wie die monatlichen Flatrate-Kosten von 19,95 Euro. Hier gibt es für den 2,25-fachen Preis der sipgate flat lediglich unbegrenzte Gespräche ins deutsche Festnetz, während beim neuesten Indigo-Produkt insgesamt 15 europäische Länder zum Pauschalpreis erreichbar sind. Auch die Minutenpreise zum deutschen Mobilfunk sind mit 19,90 Cent von Anfang an gleich hoch geblieben.
Angebot zur Umstellung
Im Februar diesen Jahres hieß es dann von den Düsseldorfern, mit der Einführung einer sipgate Flatrate würde nufone eingestellt. Jetzt ist die Festnetzpauschale von der Schwestermarke verfügbar, um die angekündigte Umstellung der nufone-Kunden blieb es jedoch zunächst still.
Während der Tarif sipgate 1000 mittlerweile von der Flatrate ersetzt wurde und nur noch von Bestandskunden weiter genutzt werden kann, können sich aktuell weiterhin Neukunden für nufone anmelden. Doch laut Indigo-Pressesprecher sollen in absehbarer Zeit auch diese Kunden in den Genuss der sipgate flat kommen können. In den kommenden Tagen soll Bestandskunden eine E-Mail zugehen, mit der sie den Wechsel zum sipgate-Produkt angeboten bekommen. Bei der Umstellung ist dann auch die Portierung der bestehenden nufone-Rufnummer möglich, während die bei einer Kündigung des Services nicht mitgenommen werden kann. Zudem entfallen so die drei Monate Mindestvertragslaufzeit sowie die Kündigungsfrist von 30 Tagen zum Monatsende. Allerdings müssen sich ehemalige nufone-Kunden neue Hardware zulegen, denn der bisher genutzte Adapter passt ausschließlich für nufone, auch wenn der Service, wie sipgate, den SIP-Standard nutzt.

(Aleksandra Leon)

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