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Siemens steht zu seiner Festnetzsparte

BenQ versteht nach der Siemens-Auffassung mehr vom Handy-Geschäft mit Anwendungen wie Bilder und Musik.

25.06.2005, 12:09 Uhr
Internet© Anterovium / Fotolia.com

Siemens ist Spekulationen entgegengetreten, der Konzern wolle sich nach dem Verkauf der defizitären Handysparte auch vom Bereich Festnetz trennen. Dieser Bereich gehöre zum Kerngeschäft, sagte Siemens-Vorstand Thomas Ganswindt dem "Tagesspiegel". "Wir wollen uns nicht davon trennen." Im Festnetz sehe der Konzern "erhebliche Innovationspotenziale und eine enge Verbindung mit unserem Infrastrukturgeschäft".
Zu dem Werk in Bocholt, wo derzeit unter anderem Schnurlostelefone produziert werden, sagte Ganswindt, dort würden zukünftig stärker auch andere Endgeräte produziert werden. Als Beispiel nannte er verschiedene Geräte für den Zugang ins Internet. Telefonieren und Fernsehen über das Internet, "das sind große Wachstumsfelder, in die wir investieren".
BenQ versteht mehr
Zur Handysparte, die Siemens an den taiwanischen Hersteller BenQ verkauft hat, sagte Ganswindt: "Im Verbund mit BenQ hat die Handyproduktion eine realistische Chance, wieder Geld zu verdienen." Das was Siemens gut könne, nämlich die Funktechnik, sei heute nicht mehr das Kaufkriterium für ein Handy. Es gehe viel mehr um Anwendungen wie Bilder und Musik. "Von diesem Geschäft versteht BenQ viel mehr als wir." Er sei der festen Überzeugung, dass die Mitarbeiter bei BenQ wieder eine Perspektive hätten.

(Hayo Lücke)

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