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Siemens macht Nokia Konkurrenz

Der Communications-Bereich will zur Nummer 2 im Bereich Netzausrüster werden und alle zwei Monate einen UMTS-Auftrag für sich gewinnen.

13.02.2006, 18:50 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Der Siemens-Bereich Communications will am boomenden Markt für Mobilfunknetze überproportional teilhaben: "Wir wollen wesentlich stärker als der Markt wachsen. Dazu richten wir unsere innovativen Produkte auf die Markttrends aus: Neue Datendienste steigern den Umsatz der Betreiber - die Netze müssen deshalb entsprechend hohe Kapazität und Abdeckung bei hoher Kosteneffizienz bieten", sagte Thomas Ganswindt, Vorsitzender des Bereichsvorstands von Siemens Communications und Mitglied des Zentralvorstands der Siemens AG, heute auf einer Pressekonferenz beim 3GSM World Congress in Barcelona. Er betonte das Ziel von Siemens, die Nummer-2-Position im Markt für Mobilfunknetze zu erobern. Die UMTS-Erfolgsgeschichte will Ganswindt weiter fortschreiben: "Wir haben uns zum Ziel gesetzt, jeden Monat einen neuen UMTS-Auftrag zu gewinnen."
Mit den Mobilfunkern wachsen
2008 wird es im Vergleich zu Festnetznutzern doppelt so viele Mobilfunknutzer geben, nämlich rund drei Milliarden. Klarer Markttrend in Westeuropa ist laut Siemens ein starkes Umsatzplus für Datendienste von monatlich 8 auf 15 Euro pro Handykunde in den kommenden vier Jahren. "Gewinner sind die Mobilfunkbetreiber, die ihre Netze für starken Datenverkehr ausrüsten und attraktive Dienste im Angebot haben. Siemens liefert dafür die innovativen Produkte bei hoher Kosteneffizienz - eine klare Gewinnchance für unsere Kunden", sagte Thomas Ganswindt.
Der Bereichsvorstand unterstrich das Ziel, die Nummer 2 auf dem Sektor der Mobilfunknetze zu werden: "Wir wollen das Marktwachstum in diesem Jahr erneut toppen. Mit einem zweistelligen Umsatzzuwachs konnten wir schon 2005 das rund achtprozentige Marktwachstum deutlich übertreffen", sagte Ganswindt. "Schon heute zählen 230 Mobilfunkunternehmen in über 100 Ländern zu unseren Kunden. Wir werden diese starke Kundenbasis offensiv ausbauen und unsere UMTS-Erfolgsstory in den Wachstumsmärkten fortschreiben. Im vergangenen Jahr haben wir jeden Monat einen neuen UMTS-Kunden gewonnen, das nehmen wir uns auch für 2006 vor."
Überzeugen will Siemens die Kunden mit neuen Produkten für den kosteneffizienten Kapazitätsausbau der Netze. Durch eine neue modulare Bauweise von UMTS-Hardware können Funkkopf und Basisstation erstmals räumlich getrennt installiert werden. Das spart Platz und Kosten von bis zu 70 Prozent für Aufbau, Miete und Stromverbrauch.
Handy-TV soll boomen
Datendienste sind der Umsatzturbo der Zukunft. Siemens will diesen Markt wesentlich mit vorantreiben und sieht Mobile TV als wichtiges Zugpferd. Fernsehen auf dem Handy wünschten sich 60 Prozent der befragten Mobilfunknutzer in einer weltweiten Studie des Unternehmens. Für Mobilfunkbetreiber bietet der Service über DVB-H, den Übertragungsstandard für Digitalfernsehen auf mobilen Geräten, ein Umsatzpotenzial von rund 15,2 Milliarden Euro in den kommenden fünf Jahren. Die Zuschauer können sich aktiv am Fernsehprogramm beteiligen: Über einen Mobilfunk-Rückkanal können sie zum Beispiel bei TV-Spielen mitmachen oder Tipps bei Quizsendungen abgeben - alles über das Handy. Das mobile Broadcasting-System von Siemens ist die weltweit erste Lösung, die mit DVB-H-Geräten verschiedener führender Hersteller funktioniert.

(Hayo Lücke)

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