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Siemens-Betriebsrat will Handy-Sparte erhalten

Abbau von Arbeitsplätzen steht allerdings nach wie vor im Raum, um defizitäre Geschäft zu drehen.

22.01.2005, 12:19 Uhr
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Der Siemens-Betriebsrat hat sich optimistisch über einen Verbleib der defizitären Handy-Sparte bei dem deutschen Elektronikkonzern gezeigt. "Das Geschäft kann man innerhalb eines Jahres drehen", sagte der Siemens-Aufsichtsrat und Vorsitzende des Konzernbetriebsrates, Georg Nassauer, der Börsenzeitung "EURO am Sonntag".
Das Argument, das verbraucherorientierte Handy-Geschäft passe nicht zu Siemens, sei falsch, sagte Nassauer. "Das widerlegen schon die Gewinne bei den Schnurlostelefonen oder bei Osram". Der Arbeitnehmervertreter schloss allerdings einen Abbau von Arbeitsplätzen nicht aus.
Hintergrund
Die Siemens-Lichttechnik-Tochter Osram, die unter anderem Glühbirnen herstellt, brachte im Geschäftsjahr 2003/04 einen Gewinn von 445 Millionen Euro. Die Mobilfunk-Sparte schrieb im abgelaufenen Geschäftsjahr hingegen einen Verlust von 152 Millionen Euro. Siemens erwägt daher einen Verkauf des Unternehmensteils. Alternativen sind eine Sanierung, Schließung oder die Zusammenarbeit mit einem anderen Anbieter.

(Hayo Lücke)

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