Fehler beim Passwort-Schutz

Sicherheitslücke bei macOS: Apple will Update bereitstellen

Eine Schwachstelle bei Apples Betriebssystem macOS High Sierra ermöglicht auf Mac-Rechnern das Aushebeln des Passwort-Schutzes mit einem Root-Account. Apple arbeite bereits an einem Software-Update, um das Problem zu beheben.

Apple Imac 2017© Apple Inc.

Cupertino - Apple will einen Fehler in seinem aktuellen Betriebssystem für Mac-Computer ausbessern, durch den der Passwort-Schutz ausgehebelt werden kann. Ein Computer-Experte aus der Türkei wies den Konzern am Dienstag per Twitter darauf hin, dass sich jeder mit einem sogenannten Root-Account für Änderungen am System in die Computer einloggen könne. Dazu reiche es an Rechnern mit dem MacOS-System "High Sierra" aus, den Benutzernamen "root" zu wählen, kein Passwort einzugeben und mehrfach den Login-Knopf zu drücken.

Nutzer sollen Passwort für Root-Account setzen

Der Fehler betrifft die aktuelle macOS-Version 10.13 ("High Sierra"). Ältere Versionen des Betriebssystems sind nicht betroffen. "Wir arbeiten an einem Software-Update, um das Problem anzugehen", erklärte Apple dazu in einer Stellungnahme. In der Zwischenzeit empfahl der Konzern den Nutzern, ein Passwort für den Root-Account zu setzen. Über den Zugriff kann man System-Einstellungen verändern - so könnte über ihn zum Beispiel eine schützende Firewall deaktiviert werden.

Ein Fehler dieser Art ist für Apple besonders peinlich, denn der Konzern wirbt mit einem besonderen Augenmerk auf Datenschutz und Sicherheit auf seinen Geräten. Zunächst blieb unklar, wie es zu der Sicherheitslücke kommen konnte.

Nicht die erste Sicherheitslücke in macOS High Sierra

Schon kurz nach der Vorstellung des neusten Betriebssystems macOS 10.13 High Sierra Ende September musste Apple eine Sicherheitslücke stopfen. Damals war es möglich, mit einer speziellen App den sogenannten Schlüsselbund von macOS auszulesen. In dieser verschlüsselten Datei kann das Betriebssystem Passwörter für Websites und Zugangsdaten für Server ablegen.

Jörg Schamberg / Quelle: DPA

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