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Shopping-Tour: HP gönnt sich ArcSight

1,17 Milliarden Euro wandern über den Ladentisch: Hewlett Packard kauft Software-Spezialist ArcSight - und setzt damit wie viele Hardware-Profis einen Fuß in die Dienstleistungs-Tür.

13.09.2010, 19:45 Uhr (Quelle: DPA)
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Hewlett-Packard ist weiter auf milliardenschwerer Einkaufstour. Der weltgrößte PC-Hersteller kauft als nächstes die Internet-Sicherheitsfirma ArcSight für rund 1,5 Milliarden Dollar (rund 1,17 Mrd Euro). Um Mitbewerber aus dem Rennen zu schlagen, zahlt HP kräftig drauf: Die 43,50 Dollar pro Aktie liegen um knapp ein Viertel über dem Schlusskurs von Freitag. ArcSight entwickelt Software, die Firmennetzwerke überwacht, um ungewöhnliche Aktivitäten wie zum Beispiel einen Hacker-Angriff festzustellen.

ArcSight: Wer bietet mehr?

Zusammen würden die beiden Anbieter eine neue Art von Sicherheitssystemen für Unternehmensnetze auf die Beine stellen können, versprach der bisherige ArcSight-Chef Tom Reilly zur Bekanntgabe des Deals am Montag. Auch andere Technologieunternehmen hätten Interesse an ArcSight gezeigt und das habe den Preis hochgetrieben, hatte zuvor das "Wall Street Journal" berichtet. Der Börsenwert lag am Freitag noch bei 1,2 Milliarden Dollar.

IT-Trend: Flucht in den Service

Der Zukauf passt gut in die jüngste Übernahmewelle in der IT- Branche. Der weltgrößte Chiphersteller Intel hatte erst Mitte August den Kauf des Sicherheitssoftware-Spezialisten McAfee für 7,7 Milliarden Dollar beschlossen. Generell preschen Hersteller von Geräten und Bauteilen immer stärker ins krisenfestere Service-Geschäft vor.

HP hatte vor wenigen Tagen einen zähen Bieterwettstreit um den Speicherspezialisten 3Par für sich entschieden. Der Kaufpreis war durch das Wettbieten mit dem Konkurrenten Dell von ursprünglich 1,0 auf 2,4 Milliarden Dollar hochgegangen.

(Dorothee Monreal)

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