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Sexfilmer verklagt PornoTube-Betreiber

Das YouTube-ähnliche Sexportal wurde jetzt von einem amerikanischen Pornoproduzenten sowohl wegen des Verstoßes gegen das Urheberrecht als auch wegen des Verstoßes gegen das Jugendschutzgesetz verklagt.

13.12.2007, 16:46 Uhr
Browser© Diego Cervo / Fotolia.com

Internetvideo-Portale sind bei den Nutzern sehr beliebt. Trotz des Erfolges durch Millionen von Zugriffen führen die Onlineangebote durch ihre Inhalte aber ein Leben am Rande der Legalität und werden dadurch immer wieder beliebte Anlaufstellen für Rechtsanwälte. Nach der Milliardenklage des amerikanischen Medienunternehmens Viacom gegen die Betreiber von YouTube wegen Verletzung von Urheberrechten geht es jetzt dem Sexportal PornoTube.com an den Kragen.
Kommerzielle Filme online
Die Produktionsfirma Vivid Entertainment - laut eigenen Angaben das weltweit führende Filmstudio für Erwachsenenunterhaltung - hat jetzt Klage in Höhe von viereinhalb Millionen US-Dollar gegen PornoTube eingereicht. Den Betreibern wird vorgeworfen, einerseits durch die unlizenzierte Bereitstellung von kommerziellen Pornofilmen aus dem Hause Vivid gegen das geltende Urheberrecht verstoßen zu haben und andererseits den Auflagen des Jugendschutzgesetzes nicht ausreichend nachzukommen.
Fragwürdiges Geschäftsmodell
Laut Vivid würden auf dem Sexportal größtenteils Inhalte angezeigt und verbreitet, die urheberrechtlich geschützt seien. Erkennbar sei dies nicht nur an der hohen Qualität des Materials, sondern auch Schriftzeichen, Logos und Untertitel ließen auf eine professionelle Arbeit eines Filmstudios schließen. Als Beleg legte Vivid der Klageschrift auch eine zwei Seiten lange Liste mit den entsprechenden Produktionsnamen bei. Zugleich monierten die Sexfilmer das Geschäftsmodell, das hinter PornoTube steckt. Es fordere die Nutzer dazu auf, urheberrechtlich geschütztes Material online zu stellen und so für den Traffic zu sorgen, den ein werbefinanziertes Portal als Verdienstgrundlage brauche.

(Michael Friedrichs)

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