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Server: Shared, Dedi oder Managed?

Wer ins Netz will und sich deshalb ein bisschen mit Hosting beschäftigt, stolpert über die Frage. Wir helfen bei der Antwort.

10.11.2005, 17:34 Uhr
Internetnutzung© adam36 / Fotolia.com

Shared oder "Dedi": Wer ins Netz will und sich deshalb ein bisschen mit Hosting beschäftigt, stolpert früher oder später über diese sperrigen Begriffe. Was also bedeutet das?
Geteilter Server
Ein sogenannter "Shared Server" steht mehreren Kunden zur Verfügung. Man teilt sich (engl. to share) einen Rechner, so dass jedem Kunden zum Beispiel für seine Website nur ein Teil der Ressourcen des Gerätes zur Verfügung steht. Also nur ein Teil des Speicherplatzes, der Rechenkraft und der Übertragungskapazitäten.
Der größte Vorteil ist hier der Kostenfaktor: der Kunde zahlt einen äußerst günstigen Preis, bekommt im Gegenzug aber kein "eigenes" Gerät. Das ist zugleich auch der größte Nachteil: hat eine Website enorme Zugriffsquoten, leidet die Erreichbarkeit der anderen Internetangebote auf diesem Server. Logisch, denn man teilt sich alle Ressourcen, also auch die Bandbreite und die Festplatte.
Keine Engpässe
Eine andere Variante des Shared Hosting umgeht solche Engpässe. Dabei werden Webserver und Inhalte technisch getrennt. Eine Vielzahl von Webservern nimmt aus dem Netz eingehende Anfragen an, ordnet sie den Domains zu und liefert aus einer Datenbank die angefragten Inhalte aus. Dabei teilen sich die Webserver die Last untereinander auf, so dass für jede Domain immer genug Performance zur Verfügung steht.
Ein Rootserver steht hingegen für einen einzigen Zweck (also beispielsweise einem einzigen Kunden) zur Verfügung. Dabei wird unterschieden zwischen dem "Managed Server" und dem "Root Server". Während der Kunde den Root-Server nach Belieben einrichten und verwalten kann, wird ihm die administrative Betreuung beim Managed Server von Experten des Anbieters abgenommen. Hier kann man zwar sein Webangebot frei gestalten, muß (und kann) sich aber nicht um die Administration des Servers kümmern. Das ist sehr bequem, aber auch teurer. Root-Rechte, also die volle Systemkontrolle, erhält der Kunde nicht.
Eigene Kiste
Der Root Server hingegen erfordert zumindest grundlegende Kenntnisse in dem Betriebssystem Linux (SuSe, Debian, Redhat oder Fedora), um überhaupt administriert werden zu können – man sollte zum Beispiel wissen, was SSH ist und wie man es nutzt. Wem das immer noch nicht genug ist, der kann sich in "Colocation" einen eigenen Serverstellplatz mieten. Dann bringt man seinen eigenen Server mit und der Rechenzentrumsbetreiber stellt dafür den notwendigen Raum, eine Steckdose und einen Netzwerkanschluß zur Verfügung. Alles andere ist Sache des Kunden.

(Volker Briegleb und Stephan Humer)

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