News

Server-Markt bricht ein

Der weltweite Server-Markt ist im ersten Quartal so stark eingebrochen wie noch nie. Der Umsatz ist laut der Marktforscher von Gartner binnen eines Jahres um 24 Prozent auf 10,2 Milliarden US-Dollar gefallen.

04.06.2009, 12:39 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© Victoria / Fotolia.com

Der weltweite Server-Markt ist im ersten Quartal so stark eingebrochen wie noch nie. Der Umsatz sei binnen eines Jahres um 24 Prozent auf 10,2 Milliarden US-Dollar gefallen, teilte das Marktforschungsunternehmen Gartner am Donnerstag in Stamford mit. Die Tendenz des vierten Quartals habe sich damit fortgesetzt, sagte Chefanalyst Jeffrey Hewitt. "Auch wenn dies nicht unerwartet kam, war doch die Stärke des Rückgangs auf weltweiter Ebene überraschend."
Umsätze gehen zurück
Besonders hart traf es die kleinen Hersteller. Unter den Top fünf musste Sun Microsystems mit 26 Prozent den größten Rückgang hinnehmen. Das defizitäre Unternehmen steht kurz vor der Übernahme durch den Software-Riesen Oracle. Am wenigsten Umsatz büßte der Elektrokonzern Fujitsu mit gut 18 Prozent ein. Die Japaner lassen ihre Hochleistungs-Computer bei ihrer deutschen Tochter Fujitsu Technologie Solutions (ehemals Fujitsu Siemens Computers) entwickeln und fertigen. Erst kürzlich hatte Fujitsu den Partner Siemens aus dem Gemeinschaftsunternehmen herausgekauft.
Marktführer nach Umsatz ist weiterhin IBM, dicht gefolgt von Hewlett-Packard (HP). Es folgen mit deutlichem Abstand Dell, Sun und Fujitsu. Bei den Stückzahlen sind HP und Dell führend. Beide Hersteller setzen anders als etwa IBM und Sun stärker auf die kostengünstige, aber weniger leistungsstarke PC-Technik. IBM und Sun dagegen liefern großteils High-End-Geräte mit eigens entwickeltem Innenleben.

(Hayo Lücke)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang