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Sensibler Datenklau bei Bundesbehörden

Allein von 2005 bis 2007 seien in Ministerien und anderen Behörden 189 Tischcomputer und 326 Laptops verschwunden - zum Teil mit brisantem Inhalt.

19.04.2008, 13:16 Uhr
Browser© Diego Cervo / Fotolia.com

Bei den Bundesbehörden sind offenbar durch gestohlene oder verschwundene Computer in großem Umfang sensible Daten abhanden gekommen. Betroffen seien auch Steuerdaten und Geheim-Unterlagen des Verteidigungsministeriums, berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf eine Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsfraktionsvizes Carl-Ludwig Thiele.
Viele PCs verschwunden
Damit werden entsprechende Berichte bestätigt, die bereits im März dieses Jahres für Aufsehen sorgten. Allein von 2005 bis 2007 seien in Ministerien und anderen Behörden 189 Tischcomputer und 326 Laptops verschwunden.
Zudem gingen dem Bericht zufolge 271 Handys und Taschencomputer sowie 38 Speicher-Sticks, CDs und DVDs mit Daten verloren oder wurden gestohlen. Den Wert der fehlenden Geräte beziffert das Innenministerium demnach auf rund 540.000 Euro.
Bleiben Daten verschlossen?
Auf vielen der Datenträger hätten sich vertrauliche Informationen befunden, berichtet das Blatt. Diese sollen zwar durch Passwörter und Software geschützt sein, ob sie gezielten Hackerangriffen standhalten, ist aber nicht klar.

(Hayo Lücke)

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