News

Second Life wird zum 17. Bundesland

Rund 209.000 Menschen sollen bereits hierzulande ein zweites Leben führen: Kein anderes Land stellt einer Analyse zufolge in Second Life so viele Einwohner wie Deutschland.

08.05.2007, 10:01 Uhr
Internet© Anterovium / Fotolia.com

Rund 209.000 Deutsche bevölkern bereits die virtuelle Welt von Second Life. So lautet das Ergebnis einer Nutzeranalyse der comScore Inc.. Demnach haben sich hierzulande mehr Menschen ein zweites Leben eingerichtet, als in jedem anderen Land der Welt. Zugegeben, Bremen hat als kleinstes Bundesland mit rund 660.000 Einwohnern immer noch höhere Bevölkerungszahlen zu bieten, doch dank eines Zuwachses von 70 Prozent allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres, könnten die deutschen Einwohner von Second Life bald aufholen und ihr eigenes Bundesland aufmachen.
Virtuelle Welt spricht deutsch
Insgesamt sollen laut comScore im März dieses Jahres rund 1,3 Millionen Menschen weltweit bei Second Life angemeldet gewesen sein, das seien 46 Prozent mehr als noch im Januar. Die meisten Avatare in der virtuellen Online-Welt wurden auf europäischen Bildschirmen geboren: Rund 777.000 und damit 61 Prozent der digitalen Bevölkerung stammen aus Deutschland und den Nachbarländern.
Nordamerika stellt hingegen nur 243.000 Second Life Einwohner, was 19 Prozent entspricht. Davon entfallen 207.000 Nutzer oder 16 Prozent allein auf die USA. Der asiatisch-pazifische Raum, bislang verhältnismäßig unterbesetzt, beginnt seit Anfang des Jahres die Aufholjagd in Second Life. Während im Januar so wenige Einwohner aus dieser Region stammten, dass sie keine Beachtung im Bericht fanden, waren es im März bereits 167.000 Nutzer und damit 13 Prozent der Second Life Bevölkerung.
Der Gamer-Tower kommt
Derweil wächst auch die virtuelle Zweiwelt kontinuierlich weiter: Nach dem Post Tower, baut auch Gamesload, das Download-Portal der T-Com für Computerspiele, ein eigenes Hochhaus in Second Life. Auf der 65.000 Quadratmeter großen Gamesload Island entsteht der gleichnamige Tower, der die Besucher dazu einlädt, kostenlos Spiele auszuprobieren. Bereits zum Start sollen dabei mehrere Spiele zur Auswahl stehen, die allein oder mit mehreren genutzt werden können. Einige bieten zusätzlich eine Highscore-Liste, damit sich die Gegner messen können. Der Gamesload Tower soll durch die Gamer-Community stetig ausgebaut werden. Zudem erhalten Entwickler die Möglichkeit, in eigens dafür eingerichteten Räumen selbst an neuen Spielideen zu tüfteln und fertige Spiele den Besuchern zur Verfügung zu stellen.

(Aleksandra Leon)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang