Notebooks

Sechs neue Notebooks mit und ohne Wechselgrafik

Acer hat zwei kleine Laptops mit AMD Prozessor ab 329 Euro auf den Markt gebracht, Packard Bell und Samsung liefern Nachschub mit Nvidia Optimus Wechselgrafik.

12.07.2010, 08:01 Uhr
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

In der letzten WM-Woche haben Acer, Samsung und Packard Bell neue Notebooks vorgestellt, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Acer hat ein Netbook-Pendant mit AMD Innenleben in zwei Größen zum günstigen Preis auf den Markt gebracht und Packard Bell kündigt sein bislang schlankstes Gerät sowie einen stärkeren 15,6-Zöller an. Samsung wiederum lockt Kunden, die höhere Ansprüche an die Leistung stellen, mit zwei Laptops mit Intel Core i und Metall-Optik. Der Unterschiede zum Trotz lässt sich bei Packard Bell und Samsung dennoch eine Gemeinsamkeit feststellen: Nvidia Optimus.

Überblick

  1. Acer Aspire One 521 und 721
  2. Packard Bell Butterfly s und EasyNote TX
  3. Samsung Q330 und Q530

Zwei AMD-Mini-Notebooks von Acer

Die beiden neuen Acer Aspire One Serie 521 und 721 mit glänzendem Display basieren nicht auf einem Intel Atom Prozessor und einem Intel GMA, sondern einem AMD M880G Chipsatz mit Athlon Neo II K125 Prozessor mit 1,7 Gigahertz (GHz) und einer ATI Radeon HD 4225 Grafik mit 384 Megabyte eigenem Speicher. Eine derartige Bestückung steckt zum Beispiel auch im neuen dot a von Packard Bell - der Hersteller gehört mit zum Acer-Konzern. Während das Aspire One 521 mit einem 10-Zoll-Display mit 1.024x600 Bildpunkten, bis zu vier Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher und maximal 250 GB Speicherplatz geliefert wird, hat das 721 ein 11,6 Zoll großes Display identischer oder aber höherer Auflösung von 1.366x768 Bildpunkten erhalten und greift auf bis zu 640 GB Festplattenspeicher zu.

Mit HDMI, aber ohne Laufwerk

Das kleinere und mit 1,25 Kilogramm (kg) auch leichtere Modell soll je nach Akku bis zu 6 oder 7,5 Stunden am Stück durchhalten, das 1,4 kg schwere Acer Aspire One 721 bringt es laut Hersteller auf 5 beziehungsweise 6,5 Stunden Laufzeit. Die Schnittstellen unterscheiden sich kaum: Drei USB-Ports, ein VGA-Ausgang, HDMI, Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer, ein Kartenleser und Unterstützung für ein Kensington-Schloss sind bei beiden Geräten zu finden, das größere Notebook spendiert zudem SPDIF. WLAN und Bluetooth und die Option auf ein 3G-Modul für das mobile Internet via UMTS sind wiederum Angaben, die in beiden Datenblättern steht, LAN mit Gigabit-Geschwindigkeit bietet nur der 11,6-Zöller. Ein Laufwerk ist bei keinem der beiden zu finden.

Beide Ausführungen sind nur 2,8 Zentimeter dick und bereits im Handel erhältlich. Das Aspire One 521 mit Windows 7 Starter steht in den wenig aussagekräftigen Farben Panthera und Tigris ab 329 Euro bereit, das 721 mit Windows 7 Home Premium 64-bit kommt in Schwarz, Braun, Rot oder Silber für 399 Euro aufwärts. Die Garantiezeit beträgt ein Jahr.

Das neue Butterfly s soll das bislang flachste und leichteste Notebook von Packard Bell sein. Das Subnotebook mit 13,3-Zoll-Notebook verkneift sich für eine schlanke Silhouette ein optisches Laufwerk und bringt es so auf 19 mm Höhe und nur 1,75 kg.

Überblick

  1. Acer Aspire One 521 und 721
  2. Packard Bell Butterfly s und EasyNote TX
  3. Samsung Q330 und Q530

Blau-leuchtendes Touchpad

Mit einem separat erhältlichen Hochleistungsakku soll eine Laufzeit von bis zu 9 Stunden möglich sein. Dass ein stromsparender Prozessor verbaut wird, ist selbstredend: Je nach Ausführung soll es sich um einen Intel Pentium oder ein stärkeres Core-i-Modell handeln. Im spezifizierten Modell stecken ein i5-430UM, vier GB DDR3-Arbeitsspeicher und eine Festplatte mit einer Kapazität von 250 GB. Für die Grafikleistung sorgt ein Nvidia Optimus Gespann aus Onboardgrafik und GeForce 310M Grafikkarte. Wieder mit dabei ist die durch die Serie EasyNote M bekannte Web-2.0-Taste, die Netzwerke bündelt. Ein optisches Highlight ist neben der Tastatur im Metall-Look das blau-leuchtende Touchpad, das auch Mehrfingergesten versteht.

Das Touchpad und die Networking-Taste finden sich auch in der neuen EasyNote X-Serie, die für den deutschen Markt nur das Modell TX mit 15,6-Zoll-Display hervorbringt. Mit Ausnahme des Display-Rahmens, der den Bildern zufolge beim Butterfly s schwarz und beim EasyNote X silberfarben ist, hüllen sich die Laptops in das gleiche Outfit im Metall-Design. Das größere Modell integriert allerdings ein Laufwerk. Das Innenleben orientiert sich in Bezug auf die Wechselgrafik Nvidia Optimus am Butterfly s. Als Grafikkarte dient entweder eine Nvidia GeForce 310M oder eine 330M, die wir kürzlich beim Toshiba Satellite A660 (Test) ausprobieren konnten. Um die Rechenleistung kümmern sich Core i3- oder i5-Prozessoren ohne Stromsparfokus in den Geschmacksrichtungen i3-330M, i5-430M und i5-520M. Hinzu gesellen sich vier GB RAM, 320 bis 500 GB Festplattenspeicher und eine Sondertaste, deren Funktion der Nutzer selbst einstellen kann. Zwei Modellvarianten enthalten außerdem einen stärkeren Akku, der bis zu 8 Stunden Strom spenden soll.

Kommunizieren können sowohl Käufer des Butterfly s als auch EasyNote TX-Besitzer via Gigabit LAN, WLAN 802.11b/g beziehungsweise b/g/n oder Bluetooth 3.0. Auch eine 1,3-Megapixel-Kamera und ein 5-in-1-Kartenleser zählen zum Repertoire.

Packard Bell will die beiden neuen Notebook-Serien mit Windows 7 Home Premium 64-bit im August starten. Das Butterfly s kostet 899 Euro aufwärts, das EasyNote TX startet voraussichtlich bei 799 Euro. Die Geräte mit längerer Akkulaufzeit sollen 899 und 999 Euro kosten. Mit dabei ist jeweils eine Vollversion von Photoshop Elements 8, der Garantiezeitraum liegt bei zwei Jahren.

Das neue 13,3-Zoll-Subnotebook von Samsung heißt Q330 und bringt nur 1,96 kg auf die Waage. Das mit einer Höhe von 2,6 cm besonders schlank gehaltene Gehäuse in Metalloptik soll mit seinem eleganten Aussehen die anspruchsvollere Kundschaft ansprechen. Je nach Anforderung setzen sich die technischen Details aus einem Intel Core i3 oder i5 Prozessor sowie vier GB RAM und einer Festplatte mit einer Kapazität von 250 bis 640 GB zusammen.

Überblick

  1. Acer Aspire One 521 und 721
  2. Packard Bell Butterfly s und EasyNote TX
  3. Samsung Q330 und Q530

Ein Exemplar mit Nvidia Optimus

Um eine Akkulaufzeit von bis zu 5,5 Stunden zu erreichen, setzt auch Samsung auf die Wechselgrafik Nvidia Optimus. Wird nur ein bisschen gesurft oder an einem Textdokument geschrieben, reicht die Leistung des Intel HD Onboardchips aus, der weniger stark am Akku zehrt. Bei aufwendigeren Anwendungen lässt sich auf eine Nvidia GeForce 310M mit HDMI-Ausgang umschalten. An weiteren Details verrät Samsung zum Q330 einen Kartenleser, eine Webcam, LAN, WLAN 802.11 b/g/n, Bluetooth 3.0 sowie eine Unterstützung DLNA-zertifizierter Geräte für einen einfacheren Datenaustausch und eine Auflademöglichkeit für den MP3-Player: einer der drei USB-Anschlüsse versorgt ein externes Gerät auf Wunsch auch bei ausgeschaltetem Notebook mit Strom. Dem Produktbild zufolge ist auch ein Laufwerk integriert. Die Auflösung und Oberflächenbeschaffenheit des von LEDs beleuchteten Bildschirms ließ der Hersteller noch offen. In den Läden soll sich das Samsung Q330 noch im Juli einfinden, der Preis inklusive Windows 7 Home Premium und zwei Jahren Garantie liegt bei 949 Euro.

Mit Intel Core i3

Ein wenig günstiger ist das ebenfalls aus der Q-Serie stammende Samsung Q530 für 899 Euro, das auch im Juli zu haben sein soll und sich optisch kaum unterscheidet. Bei diesem Modell will Samsung den Fokus auf die Leistung gelegt haben, das Innenleben ist mit einem Intel Core i3-350M Prozessor mit 2,26 GHz, vier GB DDR3-RAM und einer 500-GB-Festplatte allerdings sehr ähnlich. Jedoch ist, entgegen erster anderslautender Ankündigungen, nicht auch die Wechselgrafik Nvidia Optimus mit an Bord, sondern nur die leistungsstarke GeForce 310M Karte. Das Q530 verfügt aber über ein 15,6 Zoll großes Display mit Hochglanz-Oberfläche und vier USB-Ports. Darüber hinaus ist es dicker und schwerer: An der dicksten Stelle misst es knapp 3,3 cm und wiegt 2,36 kg. Als maximale Akkulaufzeit gibt Samsung 4,8 Stunden an, das Betriebssystem ist Windows 7 in der Geschmacksrichtung Home Premium 64-bit.

(Saskia Brintrup)

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