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Seagate plant 3-TB-Festplatte: Zu groß für XP

Die Speicherkapazität wächst weiter: Seagate könnte zum Jahresende eine Festplatte mit mehr als 2,1 Terabyte herausbringen. Windows XP Nutzer und Anwender mit 32-bit Betriebssystemen schauen aber in die Röhre.

22.05.2010, 16:31 Uhr
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Durch hochauflösende Filme, den generellen Wechsel von der optischen Speicherung zum Sichern von Daten auf der Festplatte und dem Hang, alles und jeden per Foto oder Bewegtbild festzuhalten, wächst der Speicherbedarf stetig - mit ihm auch das Angebot. Bis die SATA-Festplatten die 3-Terabyte-Grenze (TB) knacken, war nur eine Frage der Zeit. Seagate hat gegenüber dem Magazin THINQ.co.uk nun einen solchen Speicher bestätigt, wird damit aber auch vor neue Herausforderungen gestellt.

Probleme bei Kapazitäten ab 2,1 TB

Wie "Thinq" berichtet, bestätigte Barbara Craig, dass Seagate im Laufe dieses Jahres eine 3-Terabyte-Festplatte ankündigen werde. Im Seagate Blog wies sie zuvor auf damit verbundene Probleme hin. Bedingt durch die ursprüngliche Computer-Architektur liegt das Speicherplatzmaximum aufgrund der Logischen Blockadressierung (LBA) bei ATA-Festplatten bei 2,1 TB. Während dies 1980 noch als absolut ausreichend empfunden wurde, kommt die LBA jetzt langsam an ihre Grenzen. Die Erweiterung Long LBA (LLBA) fügt weitere Blöcke hinzu und ermöglicht daher auch höhere Kapazitäten. Wer künftig hohe Speicherkapazitäten benötigen wird, sollte Seagate zufolge lieber prüfen, ob die Software- und Hardware-Hersteller der Wahl auf LLBA setzen oder nicht. Dass Seagate sich wohl eher zu den Befürwortern zählen dürfte, ließ sich daher eigentlich schon an dieser Stelle ablesen.

"Thinq" berichtet weiter, dass laut Seagte für die Unterstützung von LLBA Windows 7 in einer 64-bit Edition oder eine modifizierte Linux-Distribution nötig wäre. Das bei hartnäckigen Nutzern nach wie vor beliebte Windows XP gehöre nicht dazu. Darüber hinaus müsse ein GUID Partition Table, eine Partitionstabelle auf Festplatten, implementiert werden, wenn der neue, große Datenträger als Boot Device festgelegt werden soll. Andernfalls wäre nur ein Einsatz als zweite Festplatte möglich.

Industrieweite Aktualisierung nötig

Um den Weg für Festplatten ab 2,1 TB zu ebnen, sei daher eine industrieweite Aktualisierung von Hard Drive Controllern, BIOS, Treibern und Betriebssystemen nötig. Barbara Craig zufolge sind die Hersteller jedoch schon dabei, sodass schätzungsweise 80 Prozent der Infrastruktur bereit für höhere Speicherkapazitäten sei. Wenn alles rund läuft, geht Seagate davon aus, zum Jahresende eine Enterprise-Festplatte jenseits der aktuellen Höchstgrenze auf den Markt bringen zu können.

(Saskia Brintrup)

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