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Seagate entschädigt für ungenaue Festplattengrößen

Wer seine Festplatte genau unter die Lupe nimmt, kennt das Problem: Meist weicht die Größe von Herstellerangaben ab. Seagate entschädigt nun Kunden, die sich deshalb betrogen fühlen.

09.11.2007, 13:01 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Die Größe ist alles, was zählt – das scheint in vielen Lebenslagen so zu sein, auch bei Datenspeichern. Wer seine Festplatte mal genau unter die Lupe nimmt, kennt das Problem: Meist weichen die Angaben, die der Computer zum vorhandenen Datenplatz macht davon ab, was der Hersteller auf die Packung schreibt. Das Problem hat seinen Ursprung in einem grundlegenden Missverständnis zwischen Mensch und Maschine, da der eine dezimal und der andere binär rechnet, wie unser Hintergrund zu Datenspeichern erklärt. Was jedoch hierzulande meist nur für Kopfkratzen sorgt, ist in den USA allemal Grund genug für eine Klage.
Wahre Größe zeigen
So landete beim Gericht des Central District of California die Klage von Sara Cho gegen Seagate Technology Holdings, Inc., die in den vermeintlich falschen Herstellerangaben zur Größe der gekauften Festplatte einen Verstoß gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb sah. In einer außergerichtlichen Einigung sicherte Seagate nun die Entschädigung der US-Kunden zu, die sich betrogen fühlten. Das Unternehmen betont jedoch, dass es sich dabei nicht um ein Schuldeingeständnis handele. Das Angebot diene lediglich dazu, eine Einigung der streitenden Parteien zu erzielen. Klägerin Cho und das Gericht selbst haben dem Angebot zugestimmt.
Geld oder Software als Trostpflaster
Somit können nun alle Kunden, die zwischen dem 22. März 2001 und dem 26. September 2007 eine Festplatte der Marke Seagate bei einem vom Festplatten-Hersteller autorisierten Händler oder Distributor in den USA gekauft haben, eine Entschädigung einfordern. Bedingung ist lediglich, dass die Festplatte separat und nicht als Bestandteil eines kompletten Computersystems gekauft wurde. Für diese Kunden hat Seagate eine Informationsseite online gestellt, über die betroffene Kunden ihre Forderungen stellen können. Als Entschädigung können sie dann Geld oder Software erhalten: Auf Wunsch erstattet Seagate fünf Prozent des aktuellen Kaufpreises oder bietet eine Lizenz für die Seagate Software Suite an. Darüber hinaus will das Unternehmen sich künftig mit einem entsprechenden Hinweis auf der Verpackung absichern.

(Aleksandra Leon)

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